Badische Neueste Nachrichten: Seltsames Spiel
ID: 812293
nur ein Hort von unverbesserlichen Sexisten - siehe Rainer Brüderle -
sondern auch noch von Rassisten! Schlimmer geht's nimmer. Nun also
trifft Hessens FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn der mediale Bannstrahl. Die
politische Konkurrenz in Hessen inklusive einer offenbar auf
Dauererregung gegen die FDP eingerichteten Medienöffentlichkeit
empört sich über den hessischen Justiz- und Integrationsminister,
nennt ihn gar einen Rassisten, weil er es gewagt hat zu mutmaßen, ob
ein Teil der mangelnden Akzeptanz des Wirtschaftsministers und
FDP-Chefs Rösler mit seinem asiatischen Aussehen zu tun hat. Was für
ein seltsames Spiel: Da macht sich jemand Sorgen darüber, ob Philipp
Rösler vielleicht Opfer eventuell vorhandener rassistischer
Ressentiments ist - und muss sich plötzlich selber einen Rassisten
schimpfen lassen. Dies übrigens von denen, die vorher nie als
Verteidiger von Rösler aufgefallen waren. Da spielt es keine Rolle
mehr, dass Hahn als Integrationsminister eine allseits gelobte Arbeit
macht, es spielt keine Rolle mehr, dass Hahn ein respektabler
Justizminister mit klassisch-liberaler Ausrichtung ist. Für einen
vermeintlichen Wahlkampfvorteil wird ein bisher untadeliger Politiker
mit einer Äußerung, die böswillig gegen ihn gedreht wird, zum
Buhmann. Man reibt sich verwundert die Augen. Bei solch absurden
Argumentationsmustern wären beispielsweise all die US-Journalisten
und Politiker Rassisten, die sich bei der ersten
Präsidentschaftskandidatur Obamas sorgten, ob die USA schon reif für
einen schwarzen Präsidenten sind. Ja, Amerika war reif, Amerika war
sogar reif für die Debatte darüber. War Deutschland reif für einen
homosexuellen Außenminister? Ja, Deutschland war reif - doch wer sich
im Vorfeld diese Frage gestellt hat, darf man den dann homophob
nennen? Wäre Baden-Württemberg beispielsweise reif für einen
"anatolischen Schwaben", wie sich Cem Özdemir selber nennt, als
Ministerpräsidenten, wenn Winfried Kretschmann nicht mehr will oder
kann? Alles legitime Fragen, die man mit dem gleichen absurden Muster
für völlig absurde Anwürfe nutzen könnte. Wer mit dem Finger auf Hahn
zeigt, muss sich fragen lassen, wie es um seine eigene charakterliche
Integrität steht, die er so empört jemandem wie Hahn einfach
abspricht.
Pressekontakt:
Badische Neueste Nachrichten
Klaus Gaßner
Telefon: +49 (0721) 789-0
redaktion.leitung@bnn.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 08.02.2013 - 22:07 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 812293
Anzahl Zeichen: 2704
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Karlsruhe
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 226 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Badische Neueste Nachrichten: Seltsames Spiel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Badische Neueste Nachrichten (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Auf der Zielgeraden der Legislaturperiode haben Union und FDP noch ein Gesetz durch den Bundesrat bekommen, das die Rechte der Verbraucher nachhaltig stärkt. Mit abschreckend hohen Bußgeldern und neuen Obergrenzen für Gebühren will es unlauterer Telefonwerbung, übereifrigen Inkassobüro
Weitere Mitteilungen von Badische Neueste Nachrichten
Schwäbische Zeitung: Die wahren Helfer sind die Hacker - Kommentar ...
Peer Steinbrück kann aufatmen: Internetaktivisten haben ihn eines Problems enthoben, das für sein Team und ihn sonst kaum einzufangen gewesen wäre. Das Peerblog war von Beginn an weniger Unterstützung, als vielmehr eine gefährliche Sache für den SPD-Kanzlerkandidaten. Gefährlich, weil die
Rheinische Post: Die EU setzt auf ein Budget von gestern ...
Herausgekommen beim Ringen um den EU-Haushalt ist in Brüssel wieder einmal ein typisch europäischer Kuhhandel voller Rechentricks und Interpretationsspielräume, damit Geberstaaten wie Nehmerländer das Ergebnis gleichermaßen als Sieg verkaufen können. Im Ergebnis bleiben die Töpfe für Land
Rheinische Post: Ein deutsches Problem ...
Der hessische FDP-Vorsitzende Jörg-Uwe Hahn ist kein Rassist, hat sich aber ziemlich dämlich angestellt. Damit wäre zum verunglückten Interview des liberalen Provinzpolitikers auch schon alles gesagt. Doch Hahns Aussage, man müsse sehen, ob die deutsche Öffentlichkeit bereit sei, einen Vize
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Kardinal Meisner spricht von einer Katholikenphobie Starke Worte MATTHIAS BUNGEROTH ...
Mitten in der Karnevalszeit, in der die Narren die Straßen und Plätze des Rheinlands erobern, findet der Kölner Kardinal Joachim Meisner ernste Worte. Sie stehen in einem Brief an alle Seelsorger seines Erzbistums. Der oberste Hirte des mit 2,1 Millionen Katholiken stärksten deutschen Bistum




