Neue OZ: Kommentar zu Energie / Gas
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Energiepolitik ist häufig die Wahl zwischen Pest und Cholera:
riskante Atomkraft oder umweltverpestende Kohlekraftwerke? Mehr
Windenergie oder weniger verschandelte Landschaft? Und so ist es auch
beim Fracking: Weiterhin abhängig sein von Gaslieferungen aus
Scheindemokratien wie Russland oder Chemikalien in den eigenen
Untergrund pumpen? Fakt ist: Ein einfaches Ja oder Nein auf diese
Fragen kann sich die Industrienation Deutschland nicht leisten.
Deswegen ist es ein richtiger Schritt, dass jetzt in Berlin in den
Ministerien für Wirtschaft und Umwelt ein Gesetz zur Regelung der
Gasförderung erarbeitet werden soll. Genehmigungsbehörden und
Wirtschaft, aber auch Fracking-Skeptiker brauchen eine bundesweit
gültige Diskussionsgrundlage. Es kann nicht sein, dass jedes
Bundesland in dieser Frage sein eigenes Süppchen kocht.
Wohin das neue Gesetz gehen sollte, hat der Bundesrat vor wenigen
Wochen in seiner Entschließung vorgegeben: eine verpflichtende
Beteiligung der Öffentlichkeit an Genehmigungsverfahren und ein
Verbot von umweltschädlichen Chemikalien zur Erdgasgewinnung. Beide
Punkte müssen Pflicht sein, wenn das Gesetz auch in die Tat umgesetzt
werden soll. Denn all die Fracking-Erfolgsmeldungen aus den USA
dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese durch den Einsatz von
insgesamt mehr als 600 teils gefährlichen Chemikalien erzielt worden
sind. Das kann nicht Vorbild sein.
Dirk Fisser
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Datum: 10.02.2013 - 22:00 Uhr
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