NABU: Karpaten-Schafe sollen Wolfsüberfälle eindämmen Pilotprojekt mit 30 Tieren aus Rumänien startet in Lausitz
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NABU: Karpaten-Schafe sollen Wolfsüberfälle eindämmen - Pilotprojekt mit 30 Tieren aus Rumänien startet in Lausitz
Die Schafrasse ist ursprünglich in den in der Ukraine gelegenen östlichen Karpaten heimisch. Aufgrund von Mineralienüberschuss kommt es dort lokal bei Pflanzenfressern zu übermäßigem Fehlwachstum der Zähne. Insbesondere die von Wiederkäuern wenig genutzten Schneide- und Eckzähne wachsen stilettartig und bis zur dreifachen Länge aus.
Damit einher geht eine deutlich verbesserte Wehrhaftigkeit gegenüber Wölfen und wildernden Hunden. Vermutlich schon seit um 1500 werden diese Schafe gezielt gezüchtet. Eine weitere Verbreitung stellte sich jedoch nicht ein, da die Tiere von Bären gerissen werden können. Wegen der flächendeckenden Verbreitung des Bären in den Karpaten bot die intensive Züchtung dieser Schafsrasse für die Landbevölkerung keinen wirtschaftlichen Anreiz und überlebte nur als lokales Phänomen.
Im Jahr 2006 reiste Markus Bathen, Mitarbeiter des NABU Projektes „Willkommen Wolf!“ durch russische Wolfsgebiete und erfuhr durch den Wolfsexperten Radu Lupolow von den Vorzügen des Karpatenschafs.
Bathen erkannte sofort: „Die bärenfreie Lausitz ist ein idealer Einsatzort! Bei Angriffen stellen sich die Schafe wie von Moschusochsen bekannt in einer Art Wagenburg zusammen, wobei die Lämmer im Zentrum Schutz suchen. Der Wolf steht dann vor einer unüberwindbaren Wand wehrhafter Zähne.“
Mit den auch in Rumänien als Vampir-Schafen bekannten Tieren schlägt der NABU sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Karpaten-Schafe seien nützliche Helfer der Schäfer gegen Wolfsüberfälle. „Die Wölfe lassen die Schafe in Ruhe und diese finden im südlichen Brandenburg eine neue Heimat. Wir sind zuversichtlich, dass das Projekt das friedliche Miteinander von Schafen und Wölfen fördert“, freut sich Wolfsschützer Bathen.
Für Rückfragen:
NABU-Pressestelle
Tel. 030-284984-1500.
Ein Bild des Karpaten-Schafs ist im Internet zu finden unter www.NABU.de
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Datum: 01.04.2009 - 11:21 Uhr
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