Schwimmen mit Fingerabdruck? – Die biometrischen Herausforderungen für das Recht der Gegenwart un

Schwimmen mit Fingerabdruck? – Die biometrischen Herausforderungen für das Recht der Gegenwart und Zukunft

ID: 815133

Biometrie, die automatisierte Messung von charakteristischen körperlichen Merkmalen zu Identifikationszwecken, bietet Möglichkeiten und birgt Gefahren. Das Verhältnis von Biometrie und (Datenschutz-)Recht wird in den Medien immer wieder diskutiert. Yoan Hermstrüwer und Hanjo Hamann sowie Rahel M.K. Diers befassen sich in ihren Aufsätzen, erschienen in der Schriftenreihe der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft, mit den Risiken der technischen Entwicklungen und den Pflichten der Rechtsprechung.




(firmenpresse) - von Manuela Wolbers – OPTIMUS Redaktion
Das Thema Datenschutz wird in der Öffentlichkeit und in der Politik immer wieder diskutiert. Die Möglichkeiten und insbesondere die Gefahren der Biometrie – der automatisierten Messung von charakteristischen körperlichen Merkmalen zu Identifikationszwecken – werden immer wieder in diesem Zusammenhang betrachtet. Der neue Personalausweis, der 2010 eingeführt wurde, aber auch die Gesichtserkennungsfunktion bei Facebook zeigen die Wichtigkeit dieses Themas. Datenschützer befürchten aufgrund der technischen Entwicklungen in diesem Feld präventive Massendatenspeicherungen vonseiten des Staates ebenso wie Datenhandel zu Personalisierungszwecken in der Werbung und vereinfachte Überwachung von Arbeitnehmern.
Die Juristen Yoan Hermstrüwer und Hanjo Hamann sowie die Rechtswissenschaftlerin Rahel M.K. Diers stellen im Buch „Schwimmen mit Fingerabdruck? – Die biometrischen Herausforderungen für das Recht der Gegenwart und Zukunft“, erschienen in der Schriftenreihe der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft, in zwei Aufsätzen das Verhältnis von Biometrie und (Datenschutz-)Recht dar. Im Fokus stehen Risiken der technischen Entwicklungen und Pflichten der Rechtsprechung.
Im ersten Aufsatz „Biometrie und Autonomie – Die Vermessung der Person zwischen Datenschutzrecht und Entscheidungsforschung“ benutzen Hermstrüwer und Hamann eine juristisch-empirische Herangehensweise an dieses Feld. Dabei zeigen sie die datenschutzrechtlichen Problematiken der Biometrie auf, wie Missbrauch oder unbemerkte Erhebung. Die Nutzung solcher Daten ist national, international und transnational unterschiedlich geregelt. In Deutschland werden biometrische Daten verfassungsrechtlich geschützt. Sie dürfen nur auf richterliche Anordnung oder mit freiwilliger Zustimmung des informierten Betroffenen freigegeben werden. Letzteres ist jedoch, wie Hermstrüwer und Hamann zeigen, von verschiedenen situations- und personenbezogenen Entscheidungsrestriktionen abhängig, sodass die Betroffenen nicht immer vollständig „freiwillig“ und „informiert“ über die Freigabe ihrer Daten entscheiden (können).


In ihrem Beitrag „Bedeutung von Biometrie im Recht der Gegenwart und Zukunft“ beschäftigt sich Diers mit dem Verhältnis von Biometrie und Datenschutz, auch in Zusammenhang mit dem Grundgesetz. Die Autorin stellt insbesondere das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und das daraus resultierende Persönlichkeitsrecht der Betroffenen, sowie die Verhältnismäßigkeit der Nutzung biometrischer Daten in den Vordergrund. Hierbei unterscheidet Diers zwischen staatlich, betrieblich und privat genutzten Daten. Aufgrund der Entwicklungen und technischen Fortschritte in der Biometrie muss möglichem Missbrauch (beispielsweise der flächendeckenden Gesichtserkennung) vorgebeugt und stets geprüft werden, ob diese Form der Überprüfung nötig ist.
Die Promotionsstudenten Yoan Hermtrüwer und Hanjo Hamann und die Rechtswissenschaftsstudentin Rahel M.K. Diers sind die Preisträger des studentischen Aufsatzwettbewerbs der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft. Ihre Aufsätze richten sich v.a. an Juristen und Rechtswissenschaftler, aber auch an alle Interessierten, die sich im Kontext des Datenschutzes mit der Biometrie auseinandersetzen möchten.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Über den Verlag:
Der OPTIMUS VERLAG hat seinen Sitz in der Universitätsstadt Göttingen. Der Verlagsschwerpunkt liegt auf der Veröffentlichung akademischer Publikationen. Wir bieten unseren Autoren und Kunden eine transparente Preisgestaltung, ehrliche Methoden, ein faires Preis-Leistungsverhältnis und professionell gestaltete Bücher in höchster Qualität.



PresseKontakt / Agentur:

Optimus Verlag
Inh. Alexander Mostafa
Jüdenstr. 22
37073 Göttingen

OPTIMUS Redaktion
Tel.: 0551/492586-0
Fax: 0551/492586-1
Email: info(at)optimus-verlag.de
Email: presse(at)optimus-verlag.de
URL: www.optimus-verlag.de

RETURNAL Redaktion
Tel: 0551/49260-34
Fax: 0551/49260-35
Email: info(at)returnal.de
Email: presse(at)returnal.de
URL: www.returnal.de



drucken  als PDF  Kretschmer/Rupprecht: Erfolgreiche Wissenschafts- und Bildungspolitik des Bundes fortsetzen Angeblich nur 4.000 Gäste, nicht 7.000 beim Politischen Aschermittwoch der CSU - Aiwanger: Falschmünzer Dobrindt lügt die Menschen an
Bereitgestellt von Benutzer: OPTIMUS Verlag
Datum: 14.02.2013 - 11:39 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 815133
Anzahl Zeichen: 3822

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Alexander Mostafa
Stadt:

Göttingen


Telefon: 0551/492586-0

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Meldungsart: Produktinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 14.02.2013

Diese Pressemitteilung wurde bisher 568 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwimmen mit Fingerabdruck? – Die biometrischen Herausforderungen für das Recht der Gegenwart und Zukunft"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

OPTIMUS Verlag (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Björn Wendt - Die Bilderberg-Gruppe. Wissen über die Macht gesellschaftlicher Eliten ...
„Tatsache ist, dass die Teilnehmerliste veröffentlicht wird. Tatsache ist, dass die Diskussionsthemen veröffentlicht werden. Tatsache ist, dass jeder Teilnehmer erzählen kann, was er möchte.“ So äußerte sich Rudolf Scholten, Mitglied des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Gruppe, im öster

Claus Kreß (Hrsg.) - 10 Jahre Arbeitskreis Völkerstrafrecht. Geburtstagsgaben aus Wissenschaft und Praxis ...
In der Überzeugung, „dass die schwersten Verbrechen, welche die internationale Gemeinschaft als Ganzes berühren, nicht unbestraft bleiben dürfen und dass ihre wirksame Verfolgung durch Maßnahmen auf einzelstaatlicher Ebene und durch verstärkte internationale Zusammenarbeit gewährleistet werd

Carmen Sohn - Virtuelles Lernen und Lehren am Beispiel des Museumsprojekts VIAMUS ...
(Stefan Lemke – OPTIMUS Redaktion) Das virtuelle Museum VIAMUS ist als Stätte des Lernens und Lehrens auf neuer Ebene zu betrachten. Das Archäologische Institut der Universität Göttingen folgt mit diesem Webangebot dem im Museumsbereich verbreiteten Trend, die Exponate und Wissensbestände des


Weitere Mitteilungen von OPTIMUS Verlag


Kretschmer/Rupprecht: Erfolgreiche Wissenschafts- und Bildungspolitik des Bundes fortsetzen ...
Heute wurde Johanna Wanka zur neuen Bundesministerin für Bildung und Forschung ernannt. Dazu erklären der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Kretschmer und der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung, Albert Rupprecht: "Wir freuen uns auf d

Iranische Oppositionelle: Markus Löning verurteilt Hausarrest ...
Am 14.02.2011 wurden die iranischen Oppositionsführer Mehdi Karroubi, Mir Hossein Moussavi sowie dessen Ehefrau Zahra Rahnavard in Iran unter Hausarrest gestellt. Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe der Bundesregierung im Auswärtigen Amt, Markus L

Personaldienstleister SALES-STAFF setzt auf soziale Kompetenzen ...
Sprachsicherheit, soziale Kompetenz und die Fähigkeit, im Team zu arbeiten - bei Vertriebsmitarbeitern, wie zum Beispiel Sales Managern, sind diese sogenannten Soft Skills besonders gefragt. Wie eine aktuelle Studie von TNS Infratest belegt, punkten vor allem die Bewerber im Rennen um Fachkräfte,

Nachweis der Erbberechtigung gegenüber einer Bank auch ohne Erbschein möglich ...
http://www.grprainer.com/Erbrecht.html Die Erbberechtigung des Erben eines verstorbenen Kunden einer Bank muss nach deutschem Recht nicht notwendigerweise durch einen Erbschein nachgewiesen werden. GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg,


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z