Studie beweist: Versuche an Mäusen nicht geeignet, um menschliche Krankheiten zu erforschen
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Studie beweist: Versuche an Mäusen nicht geeignet, um menschliche Krankheiten zu erforschen
Seit vielen Jahren widerspricht der Deutsche Tierschutzbund den Behauptungen von Forschern, menschliche Krankheiten könnten an Tieren "modelliert" und erforscht werden. Der Verband wies immer wieder darauf hin, dass entgegen aller Versprechungen aus der Forschung Heilungserfolge weitgehend ausgeblieben sind. Die Tierschützer wissen warum: Was an Tieren erforscht wird, lässt sich fast nie auf den Menschen übertragen. Eine Amerikanische Forschungsarbeit, die aktuell im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht wurde, hat dies nun eindrucksvoll bestätigt.
Seit eineinhalb Jahrhunderten beruht ein großer Teil der medizinischen Forschung auf dem Irrtum, menschliche Krankheiten ließen sich am künstlich krank gemachten Tier erforschen. Der Irrtum ist so fest verankert, dass er kaum hinterfragt wird. Bisher gab es beispielsweise keine Studie, welche die Entstehung von Entzündungsreaktionen bei Mensch und Maus systematisch gegenüberstellt. Es wurde einfach angenommen, die Prozesse seien vergleichbar - tatsächlich ohne jeden Beweis.
Endlich jedoch hat sich eine große Arbeitsgruppe, an der sich mehrere angesehene amerikanische Hochschulen - darunter Stanford und Harvard - beteiligen, dieses Themas angenommen. Es wurden Entzündungsreaktionen (wie Rötung, Schwellung und Fieber) sowohl beim Menschen als auch bei Mäusen nicht nur oberflächlich, sondern gründlich, bis zur Ebene der genetischen Steuerung einzelner Zellen untersucht. Im Blut von mehr als 400 Menschen und von Mäusen dreier verschiedener Stämme wurden etwa 5000 Gene nach Verletzungen oder Infektionen untersucht. Ergebnis: Die genetischen Regulationsvorgänge von Mensch und Maus lassen sich nicht vergleichen. Die Skepsis der Tierschützer Tierversuchen gegenüber ist also höchst berechtigt.
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Datum: 14.02.2013 - 15:01 Uhr
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