Weiterhin fast 30.000 Handwerksbetriebe in der Region Stuttgart
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Rückgang der Nahrungsmittelhandwerker ungebrochen
Das zulassungspflichtige Handwerk ist in den letzten Jahren in der Summe aller Betriebe nicht mehr gewachsen. 18.560 Betriebe Ende 2012 bedeuten einen Rückgang um 111 Betriebe gegenüber dem Vorjahr. Hiervon betroffen waren 2011 wie auch 2012 insbesondere die Gruppe der Elektro- und Metallgewerbe und das Nahrungsmittelgewerbe mit 58 sowie 49 Betrieben, innerhalb dieser Gruppen vor allem die Feinwerkmechaniker, die Elektrotechniker, sowie Bäcker und die Fleischer. "Der Rückgang bei den Nahrungsmittelhandwerken liegt unter anderem in der Konkurrenzsituation zu Discountern und der Filialisierung begründet", resümiert Kammerchef Munkwitz .
Die rege Bautätigkeit hat dazu geführt, dass sich verstärkt osteuropäische Firmen bei der Handwerkskammer registrieren ließen, dadurch legten die Maurer und Betonbauer mit 24 Unternehmen zu. Bei den Friseuren ist der Zuwachs um 38 Unternehmen größtenteils auf Teilzeit- und mobile Betriebe zurückzuführen.
Der Bestand bei den zulassungsfreien Handwerken nahm erfreulicherweise um 129 Betriebe auf 5.896 Betriebe zu. Wie im Jahr zuvor wurden die höchsten Zuwächse bei den Fliesenlegern, Raumausstattern, Gebäudereinigern und den Fotografen erzielt. "Das lebhafte Gründungsgeschehen ist grundsätzlich positiv zu werten, bedauerlich ist dabei jedoch die Tatsache, dass bei den Neugründungen nur noch 13 Prozent über eine entsprechende Gesellen- oder Meisterprüfung verfügen." Die Entwicklung sieht Munkwitz mit Sorge: "Wo vor der Handwerksnovelle von 2004 noch eine Meisterprüfung gefordert war, hat heute nur noch jeder siebte oder achte Gründer die einschlägige handwerkliche Qualifikation. Diese Entwicklung wird zu Lasten von Ausbildung und Beschäftigung gehen."
Im Gegensatz zu den zulassungsfreien Handwerken nimmt die Zahl der handwerksähnlichen Gewerbebetriebe weiter ab. Der Bestand verringerte sich um 143 auf 5.118 Betriebe. Besonders betroffen sind die Montagebauer, die Bodenleger, die Änderungsschneider und die Kosmetiker. Dieser Trend hat seine Wurzeln in der Einführung der zulassungsfreien Handwerke und den sich daraus ergebenden Gewerksüberschneidungen. Die zulassungsfreien Handwerke bieten ohne Mindestanforderung an die Qualifikation der Unternehmer ein breiteres Tätigkeitsspektrum als die handwerksähnlichen Gewerbe.
"Zwar gibt es ein paar Wermutstropfen in der Bilanz", betonte Munkwitz. "Aber die Zahl der fast 30.000 Handwerksbetriebe in unserer Region, die individuelle Kundenwünsche erfüllen sowie Industriekunden lösungsorientiert bedienen, unterstreicht die Aussage der aktuellen Imagekampagne "Das Handwerk - Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan".
Info: Die ausführliche Statistik der Mitgliederzahlen finden Sie hier: http://www.hwk-stuttgart.de/pdf/bstat12.pdf
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Datum: 15.02.2013 - 09:43 Uhr
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