Neue OZ: Kommentar zur Zypern-Wahl
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Dem Sieger der Präsidentenwahl auf Zypern steht eine Mammutaufgabe
bevor, muss er doch den Inselstaat vor dem Bankrott retten. Und die
Zeit läuft: Nur noch wenige Wochen bleiben, dann ist die Staatskasse
leer. Um diese heikle Mission wird den Präsidenten wohl niemand
beneiden.
In anderen Fällen mag ein Regierungswechsel in schwierigen Zeiten
als unvorteilhaft gelten. Zypern aber könnte davon profitieren, einen
neuen Mann an der Spitze zu haben. Denn Staatschef Dimitris
Christofias, einem Kommunisten, ist es nicht gelungen, die Krise zu
managen.
Auch wenn im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die absolute
Mehrheit verzeichnen konnte: Höchstwahrscheinlich wird Nikos
Anastasiades die Stichwahl am nächsten Sonntag gewinnen. Sein
Vorsprung spricht dafür.
Der konservative Politiker gilt als europafreundlich und weiß,
dass er auf das Wohlwollen der Euro-Staaten angewiesen ist. Denn ohne
internationale Finanzhilfe kann Zypern nicht überleben. Brüssel darf
zu Recht hoffen, dass sich Anastasiades umgänglicher zeigen wird als
sein Vorgänger.
Für das Wohl des Landes ist es wichtig, dass der Präsident seine
Zusage einhält, Reformen anzugehen. Dringend muss der Inselstaat mehr
Transparenz gewährleisten, was die Machenschaften seiner Banken
angeht. Die Vorwürfe, hier werde massig Schwarzgeld gewaschen, wiegen
schwer.
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Datum: 17.02.2013 - 22:00 Uhr
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