Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Europadebatte im Bundestag
Ein Treffer ins Schwarze
ALEXANDRA JACOBSON, BERLIN
ID: 820360
tendieren naturgemäß stärker in Richtung ausgeprägtes Eigenlob.
Bundeskanzlerin Angela Merkel klopfte sich symbolisch gesprochen
kräftig auf die Schulter für die Verabschiedung des sechsjährigen
EU-Budgets. Die Schilderung der Vorzüge dieses Etats folgte den schon
hinlänglich bekannten Linien der Merkel'schen Europa-Erzählung in
anderem Gewand: Wieder einmal habe die Kanzlerin in Brüssel so
verhandelt, dass die Schatulle des deutschen Steuerzahlers nicht
übermäßig belastet wird. Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück
monierte hingegen, dass Merkel die treibende Kraft für einen Sparkurs
sei, der andere Länder in Depression und Verelendung treibe. Solche
Attacken von Seiten der SPD erweisen sich aber als ein stumpfes
Schwert, weil die Sozialdemokraten die Europapolitik der Kanzlerin
bisher im Wesentlichen mitgetragen haben. Und Steinbrücks Hinweis,
dass Merkel eine "unheilige Allianz" mit dem britischen Premier und
EU-Kritiker David Cameron eingegangen sei, geht auch ins Leere. Wäre
es denn besser gewesen, wenn die Kanzlerin versucht hätte,
Großbritannien aus der EU zu vergraulen? Nein, da muss man dem
FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle zustimmen, der sagte, es spreche
für Merkels Verhandlungsführung, dass sowohl Großbritannien als auch
Frankreich mit dem EU-Budget zufrieden seien. Überhaupt nicht
zufrieden kann man mit der Behandlung aktueller Fragen wie der
Finanztransaktionssteuer oder des Mindestlohns durch Merkel sein: Sie
erwähnte sie nicht einmal. Die Kanzlerin drückte sich davor, Stellung
zu beziehen und eine Richtung aufzuzeigen. Das ist ein Ärgernis.
Steinbrück traf voll ins Schwarze, als er Merkel eine Neigung zum
Lavieren und Nichthandeln vorwarf und sie aufforderte, sich endlich
in die Niederungen aktueller Debatten zu begeben.
Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.02.2013 - 20:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 820360
Anzahl Zeichen: 2160
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 192 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Europadebatte im Bundestag
Ein Treffer ins Schwarze
ALEXANDRA JACOBSON, BERLIN"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Höhe der Rente unterscheidet sich in NRW von Wohnregion zu Wohnregion teils erheblich. Bei Männern macht es im Jahr einen Unterschied von 5.000 Euro aus, ob sie in Münster (1.185 Euro/Monat) oder im Rhein-Erft-Kreis (1.591 Euro/Monat) leben. Frauen in Gelsenkirchen (818 Euro) bekommen im Jahr
Hunderte Verstöße gegen Spritpreisregel in NRW bleiben folgenlos - ADAC kritisiert "zahnlosen Tiger" ...
Hunderte Tankstellen in Nordrhein-Westfalen verstoßen gegen die gesetzliche Spritpreisregel - doch geahndet wird bislang kein einziger Fall. Seit Anfang April wurden in NRW insgesamt 2.634 unzulässige Preiserhöhungen durch 447 Tankstellen registriert, wie aus einer Analyse von Daten des Bundeskar
Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance ...
Bielefeld. Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld), ob der Einfluss der AfD auch in Gewerkschaften zunehme, sagt Werneke: "In den Gewerkschaften nich
Weitere Mitteilungen von Neue Westfälische (Bielefeld)
BERLINER MORGENPOST: Sanierungen sind nicht erwünscht Leitartikel von Matthias Wulff über die Verbote der Bezirke und welchen Preis wir für den Dirigismus zahlen müssen. ...
Zumindest hat der Wahnsinn Methode. In Kreuzberg-Friedrichshain wurde vom Bezirksamt nun für einige Gebiete untersagt, Einbauküchen und Doppelhandwaschbecken einzubauen. Die Entscheidung passt zu dem Erlass aus Pankow vor ein paar Wochen. Dort ist der Einbau von Kaminen und Fußbodenheizungen u
Rheinische Post: Italiens Bauernfänger = Von Matthias Beermann ...
Bei den italienischen Parlamentswahlen geht es nicht nur um Italien. Auf dem Spiel steht auch die Zukunft der Eurozone. Aber man wird den Italienern nachsehen müssen, dass dies nicht ihre größte Sorge ist und dass sie deshalb Mario Monti auch nicht zum Sieger küren werden. Monti hat als Regi
Rheinische Post: Brisantes Schulurteil = Von Detlev Hüwel ...
In dem Schulurteil des Oberverwaltungsgerichts steckt erhebliche Brisanz, auch wenn es vordergründig nur einen bekannten Sachverhalt bestätigt. Demnach dürfen weiterführende Schulen ein Kind nicht allein deshalb abweisen, weil es aus einer anderen Kommune stammt. Genau dies war in dem vorlie
Westfalen-Blatt: zum Thema Bischofskonferenz ...
An sich schien die Problemlösung in Sachen »Pille danach« für die deutschen katholischen Bischöfe ganz einfach. Joachim Kardinal Meisner, der konservativste deutsche Bischof, hatte nach der beschämenden und zugleich alarmierenden Abweisung einer vergewaltigten Frau durch katholische Kranke




