Schwäbische Zeitung: Das Tauwetter war überfällig - Kommentar
ID: 820391
habe, schrieb vor eineinhalb Jahren Frank Schirrmacher in einem
aufsehenerregenden Essay. Angela Merkel habe die moralischen Folgen
der Krise in der Eurozone nicht thematisiert, war sein Vorwurf. Nun
kann man zu Merkels Gunsten erklären, dass sie bis heute genug mit
der politischen und materiellen Bewältigung der Krise zu tun hat. Es
stimmt aber auch, dass sich in Deutschland nicht nur gefühlt, sondern
auch real Gewichte verschieben. Dass die bürgerliche Mitte ihre
Chancen eher schwinden denn wachsen sieht, dass es einige Superreiche
und immer mehr Arme gibt. Aus Arbeitsplätzen sind allzu oft Jobs
geworden. Der Glaube an die Maxime vom Wohlstand für alle gerät
zunehmend ins Wanken. Die Regierung Merkel ist klug genug, dieses
Unwohlsein zu spüren. Nicht von ungefähr kommen auch in der CDU
plötzlich Themen wie Mindestlohn und Leiharbeit ganz oben auf die
Themenliste. Doch über die zunehmende Ungleichheit im Land verweigert
die schwarz-gelbe Koalition noch die Auseinandersetzung mit der
Opposition. Das ist falsch, Gerechtigkeit ist der Debatte wert. Die
Deutungshoheit von Politik darf die Regierung Merkel nicht den
Märkten überlassen.
Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 07561-80 100
redaktion@schwaebische-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.02.2013 - 21:59 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 820391
Anzahl Zeichen: 1482
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Leutkirch
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 244 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: Das Tauwetter war überfällig - Kommentar"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung
Schwäbische Zeitung: Diese Debatte muss sein - Kommentar ...
Er beginne zu glauben, dass die Linke recht habe, schrieb vor eineinhalb Jahren Frank Schirrmacher in einem aufsehenerregenden Essay. Angela Merkel habe die moralischen Folgen der Krise in der Eurozone nicht thematisiert, war sein Vorwurf. Nun kann man zu Merkels Gunsten erklären, dass sie bis
Rheinische Post: Kommentar zur Brückensanierung in NRW ...
Vogel-Strauß-Politik ist noch eine sehr nette Umschreibung für unseren Umgang mit den Verkehrswegen. Vielleicht weil die Lebensdauer einer Brücke die Amtsperiode eines Ministers um ein Vielfaches übersteigt, will sich offenbar keiner so recht um das Ansparen für ein Ersatzbauwerk oder die g
Landeszeitung Lüneburg: Die Kulturnation liegt in Trümmern / Der britische Historiker Paul Ginsborg rät seinen besten Studenten, aus Italien auszuwandern ...
Ein neues Parlament wird am Wochenende im krisengeplagten Italien gewählt. Der Historiker Paul Ginsborg erklärt, warum noch so viele Italiener den skandalumwitterten Ex-Premier Silvio Berlusconi unterstützen, und welche Verantwortung Helmut Kohl für den Erfolg des Medienmoguls trägt. Be
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Deutsche Wahlempfehlungen Schuss nach hinten BERNHARD HÄNEL ...
Man könnte die Wahlempfehlung von Martin Schulz an die Italiener als ein Zeichen sehen für das Zusammenwachsen Europas. Gleiches hatte Angela Merkel getan, als sie den französischen Wählern Nicolas Sarkozy ans Herz legte. Das Ergebnis ist bekannt. Die Franzosen entschieden sich anders und be




