Neue OZ: Kommentar zu Kultur/Theater
ID: 821492
Die Freizeitangebote sind vielfältiger, die Lebensgewohnheiten
andere, und das Geld ist knapper geworden in den vergangenen 20, 30
Jahren. Zudem stehen Theaterinszenierungen in der Regel nicht mehr
derart brennend im Mittelpunkt des Stadtgesprächs wie damals. Die
Folge: Zwischen älteren Theatergängern und den ganz jungen klafft
eine Lücke, die momentan schwer zu schließen ist.
Bühnen versuchen nach Kräften, dem zu begegnen. Sie legen oft
einen bewundernswerten Spagat hin, um mit veränderten Angeboten neue
Publikumsschichten zu gewinnen, ohne aber Verrat an
Qualitätsstandards zu begehen.
Flexibel gehen Theater auf ihre Besucher mit Zusatzinformationen
und -formaten aller Art zu, von denen frühere Jahre nur träumen
konnten. Auch für die Parkplatzprobleme wird sicher flugs an Lösungen
gearbeitet.
Auf der Suche nach neuer Akzeptanz darf Theater aber keinesfalls
zum süßen Konsumbrei verkommen. Die Bereitschaft, ein klein wenig zu
kauen, statt einfach nur zu schlucken, muss mitgebracht werden.
Schließlich wendet sich Theater an Menschen, die auch sonst kraftvoll
zubeißen können.
Christine Adam
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
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Datum: 24.02.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
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Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Kunst und Kultur
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