Ebbe im Medikamentenlager / Immeröfter klagen Krankenhausapotheken über Lieferengpässe bei Arzneimitteln
ID: 824311
Krankenhausgesellschaft (DKG) schlagen Alarm: In Klinikapotheken
kommt es immer wieder zu Engpässen bei wichtigen Medikamenten.
Verantwortlich seien neue Produktionsmethoden der Pharmafirmen. Die
Herstellung wird Lohnunternehmen in den USA, China oder Indien
überlassen und zunehmend "Just in Time" organisiert: Nur auf
Anforderung werden bestimmte Mengen zur gewünschten Zeit geliefert.
Technische Probleme können dann oft nicht mehr abgefangen werden und
Kliniken stehen ohne das Medikament da. Für seltene Produkte gibt es
manchmal keine Alternative. Die DKG fordert deshalb eine gesetzliche
Meldepflicht für Versorgungsengpässe an ein zentrales Register, die
Pflicht zur ausreichenden Lagerhaltung und Vollmachten für eine
zentrale Behörde, die Versorgung zu steuern, berichtet die "Apotheken
Umschau". Pharmaverbände halten dagegen: Eine öffentliche
Meldepflicht schade Firmen im Wettbewerb. Gegen größere Lager wehren
sie sich wie mit einer Drohung: Hersteller würden sich dann
möglicherweise veranlasst sehen, "auf die Zulassung wenig rentabler
Arzneimittel komplett zu verzichten". Die Bundesregierung hat
inzwischen die Brisanz der Probleme erkannt. Eine Lösung ist bisher
aber nicht in Sicht.
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Pressekontakt:
Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
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Datum: 28.02.2013 - 08:00 Uhr
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