Kröten haben Vorfahrt
ID: 828549
Kröten haben Vorfahrt
Endlich ist der Frühling da und mit ihm mildere Temperaturen. Und damit beginnt auch die jährliche Krötenwanderung. Kröten, aber auch Frösche und Molche, verlassen ihre Winterverstecke und wandern zu ihren Laichplätzen. Der Deutsche Tierschutzbund bittet Auto- und Motorradfahrer besonders rücksichtsvoll zu fahren, auf Hinweisschilder zu achten und das Tempo zu drosseln. Denn häufig liegen gerade Landstraßen auf den Wanderrouten und deren Überquerung stellt oft eine große Gefahr für die Tiere dar. Auf Strecken mit Amphibienwanderungen sollte nicht schneller als Tempo 30 gefahren werden. Der Grund: Häufig werden Tiere nicht durch das direkte Überfahren, sondern allein durch den tempoabhängigen Strömungsdruck der Autos getötet.
Das immer dichter werdende Straßennetz wird vielen wandernden Tieren zum Verhängnis. In hohem Maße betroffen sind Frösche und Kröten, insbesondere Erdkröten, die mit steigenden Temperaturen ihre Wanderungen aufnehmen. Sie verlassen meist zeitgleich ihre Winterquartiere, um sich geeignete Gebiete zum Ablaichen zu suchen. Für ein paar Wochen kommt es dann zu sogenannten Massenwanderungen.
Während vereinzelt auf Massenwanderungen von Kröten mit der Sperrung besonders betroffener Straßen oder der Errichtung von Krötentunneln oder -brücken reagiert wird, sind andernorts Tierschützer im Einsatz. Sie stellen Fangzäune auf, sammeln die Tiere ein und bringen sie über die Straße, damit sie auf der anderen Seite ihren Weg fortsetzen können. Dieser Einsatz ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz.
Zahlreiche Kröten werden durch den Strömungsdruck getötet
Vielen Tieren wird allein die hohe Geschwindigkeit der Autos zum Verhängnis. Auch wenn sie nicht direkt überfahren werden, tötet sie der Strömungsdruck der Fahrzeuge. Vor dem Auto baut sich ein Überdruck auf, der ein paar Zentimeter vor der Stoßstange am größten ist. Unter dem Auto dagegen entsteht ein Unterdruck. Fährt das Auto über die Kröte hinweg, so ist das Tier dieser Druckverteilung ausgesetzt. Je größer die Geschwindigkeit der Autos, desto stärker der Druck. Die Kröten und Frösche erleiden inneren Verletzungen. Schon bei Fahrtempo 50 haben die Kröten nach Einschätzung von Sachverständigen kaum eine Überlebenschance.
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Baumschulallee 15
53115 Bonn
Telefon: +49-(0)228-60496-24
Telefax: +49-(0)228-60496-41
Mail: presse@tierschutzbund.de
PresseKontakt / Agentur:
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Baumschulallee 15
53115 Bonn
Telefon: +49-(0)228-60496-24
Telefax: +49-(0)228-60496-41
Mail: presse(at)tierschutzbund.de
Datum: 06.03.2013 - 11:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 828549
Anzahl Zeichen: 2706
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 199 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kröten haben Vorfahrt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutscher Tierschutzbund (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
enkonsum beim Krebsessen statt Umweltschutz In über zwanzig deutschen Ikea-Filialen finden zwischen Juli und September die "Ikea Family Krebsessen" statt, darunter Berlin, Hamburg, Düsseldorf - diese Woche gab es das Angebot in Köln. Der Deutsche Tierschutzbund fordert bereits seit
Die größte Tierschutzeinrichtung des Nordens feiert runden Geburtstag ...
Vor zehn Jahren wurde das Tier-, Natur- und Jugendzentrum Weidefeld des Deutschen Tierschutzbundes offiziell eröffnet. Mehr als 3.200 Tiere hat das Zentrum seitdem gerettet, betreut und aufgepäppelt. Das Jubiläum wird am kommenden Sonntag (14. Juli) gefeiert. In der Zeit von 11 bis 17 Uhr stehe
Tag der offenen Tür in der Akademie für Tierschutz ...
"Hereinspaziert!" - so lautet die Devise am Donnerstag, 18. Juli, in der Neubiberger Spechtstraße. Hier, am Sitz der Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbundes, werden zwischen 11 und 17 Uhr die Türen offen gehalten für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Arb
Weitere Mitteilungen von Deutscher Tierschutzbund
Greenpeace-Studie: Wieviel Fleisch, Milch und Co. ist umweltverträglich? ...
Zürich, 6. März 2013. Wie viel Fleisch und Milch können wir konsumieren, wenn nur noch so viele Nutztiere gehalten werden, wie sie die Umwelt verträgt und Nutztiere nicht mit Ackerfrüchten gefüttert werden, welche die menschliche Ernährung konkurrieren? Im neuen Greenpeace-Report «Ecolog
LIND Kunststofftechnik weiter auf Innovationskurs - Unterdruck-Sandfilter ermöglicht effiziente Filterung ...
Nach 15jähriger Entwicklung und Innovationsbereitschaft etabliert die LIND Kunststofftechnik GmbH, ein Unternehmen aus Simmern, Hunsrück, ein Produkt zur effizienten Filterung von großen Wassermengen auf dem Markt. Diese Unterdruck-Sandfilter sind mittlerweile in vielen Ländern vorzufinden. ?Un
Neue BUND-Studie zu Risiken deutscher Atomkraftwerke. Sofortiger Atomausstieg muss ins Wahlprogramm der Parteien ...
Von den neun in Deutschland noch laufenden Atommeilern gehen nach wie vor enorme Risiken aus. Dies belegt eine heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) veröffentlichte Studie, die von der unabhängigen Atomexpertin Oda Becker erstellt worden ist. Demnach sind die Atomkraftw
Kanzlerin besucht digitalen IBM Windpark ...
Standortsuche für Windkraftanlagen mit IT - dieses Thema stand im Fokus des heutigen CeBIT-Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Polens Ministerpräsident Donald Tusk bei IBM CeBIT Hannover - 05 Mär 2013: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Polens Ministerpräsident Donald Tusk besucht




