Westfalenpost: Westfalenpost zum Armutsbericht

Westfalenpost: Westfalenpost zum Armutsbericht

ID: 829231
(ots) -

Wer viel mit Texten zu tun, der fasst sich bei
der Vorstellung des Armutsberichtes an den Kopf. Warum? Weil er
sofort an frisieren und schönen denkt. Dass das Friseur-Handwerk zu
den Berufen zählt, die schlecht bezahlt werden, fließt mit in die
Betrachtungen ein, bleibt aber ein Randaspekt. Schwarz-Gelb hat die
Schere im Kopf, blendet die Zustände im Land aus. In sechs Monaten
haben die fast 500 Seiten, von den ersten zarten Schnittversuchen
über das Kopfwaschen bis zum glatt gegelten Kunstwerk, eine
wundersame Wandlung erfahren. Der liberale Wirtschaftsminister Rösler
hat im Streit um die beste Frisur offenbar über die
christdemokratische Arbeitsministerin von der Leyen gesiegt. Tenor:
Alle prima. Alles gut.

Keine Rede mehr von der Schere
zwischen Arm und Reich, die sich weiter öffnet, den wachsenden
Gehältern oben und den schrumpfenden Reallöhnen unten, keine Rede
mehr von den Verletzungen des Gerechtigkeitsempfindens und den
möglichen dramatischen Folgen für den gesellschaftlichen
Zusammenhalt, keine Rede mehr von der ungleichen Verteilung des
Privatvermögens und vier Millionen Menschen, die für einen
Bruttostundenlohn von unter 7 Euro arbeiten. Die akribische
Behandlung jeder einzelnen Haarspitze, um im Bild zu bleiben, hat der
Bewertung zur Lage im Land in mühevoller liberaler Kleinarbeit die
Sprengkraft genommen.

Schwarz-Gelb hat sich im Wahljahr für
Werbung in eigener Sache entschieden. Nicht untypisch für
Regierungen, gleich welcher Couleur. Lieber ein gestyltes Dokument
über die Leistung der Regierung als ungeschönte Zahlen über die
soziale Ungleichheit. Mit der Wirklichkeit und der Wahrheitsfindung
hat das nichts zu tun. Das Wahlvolk ist arm dran - ein Armutszeugnis.





Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Westfalenpost: Westfalenpost zum Tarifstreit imöffentlichen Dienst Badische Neueste Nachrichten: Der Abschied
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.03.2013 - 22:28 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 829231
Anzahl Zeichen: 2046

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 176 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Westfalenpost zum Armutsbericht"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Bundesliga-Manager wird BSW-Generalsekretär: "Merz hat keine Hausmacht mehr" / Oliver Ruhnert wechselt in die Politik und kommt wie der Kanzler aus dem Sauerland ...
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo

Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef

Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt


Weitere Mitteilungen von Westfalenpost


Schwäbische Zeitung: Leben im Paradies - Leitartikel zu Armutsbericht ...
Einige Millionen Menschen in Deutschland sind arm. Es ist unstrittig, dass manche Langzeitarbeitslose, etliche alleinerziehende Mütter und viele Ausländer mit wenig Geld auskommen müssen. Doch Gewerkschaften, Kirchen und linke Gruppen überspannen den Bogen, wenn sie das düstere Bild eines d

Schwäbische Zeitung: Schillernd - Kommentar zu Chávez ...
Es gibt einfache Varianten Hugo Chávez zu charakterisieren: Diktator, Populist oder halt ein typischer südamerikanischer Caudillo. Diese Lesart wird von denen vertreten, die auf Knopfdruck nicht nur die Präsidentschaft von Chávez erklären können, sondern auch den Terror in Afghanistan, die

Lausitzer Rundschau: Schützengräben der Statistik Zum Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung ...
Arm im Sinne von menschenunwürdigem Leben ist hierzulande auch dank der Grundsicherung tatsächlich kaum jemand. Das ist nicht das Hauptproblem. Ein Problem ist aber, wenn man wegen steigender Mieten nicht mehr weiter weiß. Ein Problem ist, wenn man arbeitet und trotzdem zum Sozialamt muss. Ein

Stuttgarter Zeitung: Baden-Württembergs Landesregierung will Verfahren zur Flurordnung ändern ...
Die grün-rote Landesregierung in Stuttgart setzt grüne Akzente bei der Flurneuordnung und will die Verfahren neu regeln. "Die stärkere Verknüpfung von Ökonomie und Ökologie ist der Grundpfeiler bei der Neuausrichtung der Flurneuordnung", sagte der baden-württembergische Minister


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z