Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen / Commerzbank
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Die vorzeitige Rückzahlung von Commerzbank-Hilfen ist ein
Riesenkompliment an die Rettungspolitik der Bundesregierung auf dem
Höhepunkt der Finanzkrise. Fast 20 Milliarden Euro pumpte der Bund
unter heftigen und populistischen Attacken allein in die Commerzbank,
woraus das linke politische Feld bis heute Kapital zu schlagen
versucht. Nach der bevorstehenden Tilgung bleiben nur noch 3,7
Milliarden öffentliche Euro übrig, die wiederum zu einem erheblichen
Teil durch Aktien gedeckt sind. Am Ende könnte der Bund sogar mit
Gewinn aussteigen. Für einen Teil seiner Hilfen hat er zudem hohe
Zinsen bekommen, Geld, das der Commerzbank künftig für ihr
Kerngeschäft zur Verfügung steht.
Dort wird sie es auch brauchen. Noch immer muss sie sich strecken,
um die Dresdner Bank zu verdauen und schärferen
Eigenkapitalanforderungen gerecht zu werden. Parallel liegen früher
bedeutende Geschäftsfelder am Boden, etwa mit Schiffen und
Immobilien. Das Investmentbanking bleibt schwierig, und bis im
Privatkundengeschäft mal wieder richtig verdient wird, dürfte es noch
eine Weile dauern. Derzeit glänzt alleine die Online-Tochter
Comdirect. Geht die Commerzbank ihren Weg weiter, wird sie aber
Erfolg haben. Das konsequente und konzentrierte Handeln des Vorstands
beweist, dass er Vertrauen verdient hat. Risikobereite Anleger finden
die Aktie der Commerzbank deshalb derzeit sehr interessant.
Burkhard Ewert
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Neue Osnabrücker Zeitung
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Datum: 13.03.2013 - 22:00 Uhr
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