Weser-Kurier: Der Weser-Kurier kommentiert den Fall des zu Tode geprügelten Streitschlichters:
ID: 835667
die Nationalität, sondern die Brutalität des Täters. Auch junge
deutsche Männer sind dazu fähig: 2009 wird in München ein
Geschäftsmann erschlagen, der Kindern zu Hilfe kam. 2011 tritt ein
junger Gymnasiast aus intakter Familie in der Berliner S-Bahn sein
Opfer so zusammen, dass es beinahe stirbt. Die Frage, der sich diese
Gesellschaft stellen muss, lautet also: Wie kann es sein, dass
Menschen kein Mitleid empfinden oder empfinden können? Wie kann es
sein, dass Eltern ihre Kinder hemmungslos grün und blau schlagen, mit
Zigaretten verbrennen oder verhungern lassen? Dass Männer Babys
vergewaltigen, dass junge Frauen mehrmals Kinder auf die Welt
bringen, töten und verstecken? Die Welt ist schlecht, weil es
schlechte, deformierte, gewissenlose oder auch kranke Menschen gibt.
Dass der mutmaßliche Täter nicht Meier oder Müller heißt, ändert
nichts an der Tat, gibt keine Antwort und eröffnet keine Lösung.
Solange die Veröffentlichung nach sich zieht, was sie in Kirchweyhe
ausgelöst hat, ist die Herkunft eben keine schlichte Information wie
das Alter oder der Wohnort. Sie nutzt nichts, sie schadet nur. Sie
führt zu vorschnellen Urteilen, unzulässigen Verallgemeinerungen,
platten Parolen und womöglich zu neuer Gewalt. Medien sind der
Vollständigkeit verpflichtet, aber nicht um jeden Preis bis ins
letzte Detail."
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.03.2013 - 20:23 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 835667
Anzahl Zeichen: 1703
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bremen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 219 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weser-Kurier: Der Weser-Kurier kommentiert den Fall des zu Tode geprügelten Streitschlichters:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Weser-Kurier (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat das deutsche Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz begrüßt: "Die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum können erheblich sein. Daran besteht kein Zweifel", sagte der Chefökonom d
Banaszak: Grüne wollen Borkum-Abkommen verhindern ...
Der Parteichef der Grünen, Felix Banaszak, sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, keine Stellungnahme zum Gesetzes über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum abzugeben, bestätigt: "Ich halte es weiterhin für notwendig, dass
Neue Nato-Vorgaben: Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschuss, Thomas Röwekamp (CDU), spricht sich für eine allgemeine Dienstpflicht aus ...
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, der Bremer CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp, spricht sich im "WESER-KURIER" (Bremen) wegen der neuen Nato-Vorgaben zur künftigen Truppenstärke der Bundeswehr für eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Aus meiner Si
Weitere Mitteilungen von Weser-Kurier
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Kommunen sollen Geldwäsche bekämpfen Abwegig HUBERTUS GÄRTNER ...
Es kann keinen Zweifel daran geben, dass das Problem der Geldwäsche in der Öffentlichkeit oft unterschätzt wird. Das hängt damit zusammen, dass die Täter häufig der organisierten Kriminalität zuzurechnen sind und deshalb sehr geschickt und im Verborgenen agieren. Allein aus dem illegalen
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Zehn Jahre Agenda 2010 Fortsetzung notwendig ALEXANDRA JACOBSON, BERLIN ...
Vor zehn Jahren hielt der SPD-Kanzler Gerhard Schröder seine Rede zur Agenda 2010. Es ging um "Fordern und Fördern", um mehr Eigenverantwortung und weniger staatliche Leistungen. Schröder löste ein Erdbeben aus, das die Genossen bis heute umtreibt. Manche in der SPD würden das Jub
Rheinische Post: Kommentar: Waffen für Syrien ...
Was tun in Syrien? Die Hoffnung, dass es in dem Bürgerkriegsland noch eine politische Lösung geben könnte, ist in Wirklichkeit tot. Sie wird nur noch von jenen beschworen, die am liebsten gar nichts tun würden. Andere, allen voran Frankreich und Großbritannien, drängen auf eine aktivere Rol
Rheinische Post: Kommentar: Preisbewusste Patienten ...
Der deutliche Anstieg der Rezepteinlösungen für Arzneimittel im Januar ist mit Sicherheit zu einem großen Teil auf die Abschaffung der Praxisgebühr zurückzuführen. Er zeigt, dass sich die Versicherten rational verhalten. Nach dem Allparteien-Konsens im Bundestag für den Wegfall der unbelie




