Unternehmensverkauf rettet Arbeitsplätze in der Eifel
ID: 838987
Insolvenzverfahren Fire Energy in Mayen erfolgreich abgeschlossen.
Die Kaminanzünder werden bei Fire Energy aus Holzabfällen und Paraffin hergestellt.(firmenpresse) - Mayen, 20.03.13.
Die Insolvenz eines Unternehmens hat meist mehrere Ursachen und entwickelt sich über einen längeren Zeitraum. Die Lösung des Problems und eine Rettung der Arbeitsplätze kann jedoch manchmal ganz schnell erfolgen, wenn die beteiligten Partner beherzt handeln und alle Möglichkeiten der Insolvenzordnung ausschöpfen. So geschehen bei der Fire Energy aus Mayen.
Aber der Reihe nach. Die Fire Energy stellt seit Mitte der 1990er-Jahre Kaminanzünder aus in Paraffin getränkter Holzwolle her. In der Spitze beschäftigten zwei Gesellschaften bis zu 10 Mitarbeiter und vertrieben die Kaminanzünder im Einzelverkauf über Ebay und über das Handelsunternehmen Boomex bundesweit an Discounter und Baumärkte.
Beide Vertriebswege ergänzten sich gut und sorgten für eine kontinuierliche Auslastung des Produktionsbetriebes. Durch Managementfehler fehlte dem Unternehmen allerdings die notwendige Liquidität, um die Mitarbeiter pünktlich und regelmäßig zu bezahlen. Die Moral sank entsprechend auf den Nullpunkt. Das Unternehmen musste Insolvenzantrag stellen.
Das war die Stunde von Insolvenzverwalterin Dr. Gitta Werner. Sie verhandelte mit dem Hauptabnehmer um einen Liefervertrag und gab dem Unternehmen damit eine mittelfristige Perspektive. Sie erreichte eine Vorfinanzierung, so dass Rohstoffe und Energie bezahlt und die Produktion wieder anlaufen konnte. Und fand mit der Argala GmbH aus Essen auch noch einen Käufer, der das Unternehmen samt Inventar übernehmen und weiterführen will.
Ende gut alles gut. Was sich hier innerhalb von Minuten so geschmeidig liest, ist in Realität das Ergebnis einer schnellen Analyse und Bewertung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens, dem Entwickeln neuer Perspektiven und das Umsetzen eines Konzeptes in langwieriger Verhandlungen mit allen beteiligten Partnern. "Ohne Insolvenz wäre eine Sanierung des Unternehmens nicht mehr möglich gewesen. Wir sind froh, daß durch das energische Durchgreifen der Insolvenzverwalterin die Produktion wieder angelaufen ist und wir unter einem neuen Dach auch investieren können. Damit werden die Arbeitsplätze am Standort erhalten." so Frank Weidenbach, zuletzt Geschäftsführer von Fire Energy.
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Insolvenzverfahren AZ Mayen 7 IN 129/12; UG 7 IN 11/13:
Fire Energy GmbH
Nikolaus-Otto-Straße 8
56727 Mayen
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Datum: 21.03.2013 - 09:40 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Dr. jur. Gitta Werner LL.M.
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