Rheinische Post: Kommentar zur Euro-Kirse: der wahre Retter heißt EZB
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Europa kann sich wieder darauf verlassen, dass Bank-Guthaben unter
100 000 Euro geschützt sind. Warum nicht gleich so? Eine Woche lang
hatten die Finanzminister mit der geplanten Teil-Enteignung der
Kleinsparer Europa in Unruhe versetzt. Eine Woche lang hatten sie
sich von einem Zwergstaat vorführen lassen, der den Schutz des
russischen Vermögens über alles stellt und die eigenen Bürger über
Tage nicht an ihre Konten lässt. Erst als die Europäische Zentralbank
(EZB) drohte, ohne Rettungspaket werde sie Zypern den Geldhahn
abdrehen, kamen die Finanzminister zur Besinnung. Wieder einmal
musste also die Notenbank der Politik zeigen, wo es lang geht in
Europa. Auch im Sommer 2012 endeten die Wetten auf ein rasches Ende
der Währungsunion erst, als EZB-Präsident Mario Draghi versprach,
alles zur Rettung des Euro zu tun. Das Management der Zypern-Krise
war blamabel. Doch aus ihrer Lösung müssen andere Euro-Staaten nun
drei Schlüsse ziehen: Steueroase ist kein dauerhaftes
Geschäftsmodell. Banken dürfen nicht die wichtigste Branche einer
Volkswirtschaft sein. Und wer Hilfe von Europas Steuerzahlern will,
muss auch die Sünder im eigenen Land zur Kasse bitten.
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Datum: 25.03.2013 - 21:26 Uhr
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