Greenpeace startet Nordpol-Expedition / Aktivisten bringen 2,7 Millionen Unterschriften an den Pol

Greenpeace startet Nordpol-Expedition / Aktivisten bringen 2,7 Millionen Unterschriften an den Pol

ID: 848226
(ots) - 8. 4. 2013 -
Aktivisten der unabhängigen Umweltschutzorganisation Greenpeace haben
auf Skiern und mit Schlitten ihre Expedition zum Nordpol gestartet.
Die 15 Frauen und Männer sind seit gestern auf dem Weg, um rund 2,7
Millionen Unterschriften an den Pol zu bringen und dort in einer
Zeitkapsel auf den Meeresgrund abzusenken. "Weltweit haben Menschen
sich in den vergangenen Monaten mit ihrer Unterschrift für den Schutz
der Arktis ausgesprochen - jetzt bringen wir ihre Stimmen in diese
schützenswerte Region", sagt Jörg Feddern, Ölexperte von Greenpeace.

Der Grund für die Expedition: Die Arktis ist durch Klimawandel und
Ölkonzerne bedroht. Diese nutzen den Rückgang des Meereises, um in
bisher für sie unerreichbare Regionen vorzudringen. In den
vergangenen Monaten ist es dabei bereits zu zwei schweren Unfällen
mit Bohrschiffen von Shell in der Arktis gekommen. "Das vergangene
Jahr hat überdeutlich gezeigt, dass Ölkonzerne nicht in der Lage
sind, die Herausforderungen in dieser unwirtlichen Region zu
meistern", so Feddern. "Deshalb fordern wir ein Schutzgebiet in der
hohen Arktis."

Die Expeditionsteilnehmer haben eine etwa siebentägige,
beschwerliche und entbehrungsreiche Reise auf Skiern vor sich. Jedes
Mitglied zieht einen Schlitten mit Ausrüstung hinter sich her. Die
wichtigste Fracht: die etwa 30 Zentimeter große Kapsel aus Glas und
Titan in der sich die mikroskopisch klein eingravierten
Unterschriften aus der ganzen Welt befinden. Vier der
Expeditionsteilnehmer sind besonders vom Klimawandel betroffen.
Darunter ein 30-jähriger Mann von der Inselgruppe der Seychellen, die
durch den steigenden Meeresspiegel bedroht sind. Über die
Arktis-Expedition informieren wir Sie tagesaktuell in einer
Blogreihe: http://gpurl.de/nordpol.

Shell stellt Arktis in den Fokus



Shell ist einer der ersten großen internationalen Ölkonzerne, der
die Ausbeutung der Arktis in seinen Fokus stellt. Insgesamt werden
etwa 90 Milliarden Barrel Öl (1 Barrel = 159 Liter Öl) in der Arktis
vermutet. Diese Menge reicht aus, um den derzeitigen weltweiten
Ölverbrauch für etwa drei Jahre zu decken. Allein vor der Küste
Alaskas vermuten Experten circa 20 Milliarden Barrel Öl.

Seit gut einem Jahr arbeiten Greenpeace-Aktivisten weltweit mit
zahlreichen Aktionen gegen die Arktispläne von Shell. Gleichzeitig
ruft die Organisation die Menschen weltweit auf, sich für den
Arktisschutz und die Forderung nach einem Schutzgebiet in der Arktis
einzusetzen. Bis jetzt haben sich knapp drei Millionen Menschen mit
ihrer Unterschrift zum Arktisschutz bekannt.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Jörg Feddern in Hamburg,
Tel: 0171-8781191 oder an Pressesprecher Björn Jettka, Tel:
0171-8780778. Fotos erhalten Sie ab 10:00 Uhr unter 040-30618377.
Videomaterial zum Download vom ftp-Server. Infos dazu ab 10:00 Uhr
unter 040-30618375.

Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email
presse@greenpeace.de; Die Expedition im Internet:
http://gpurl.de/nordpol, auf Twitter:
http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook:
www.facebook.com/greenpeace.de.

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Datum: 08.04.2013 - 08:00 Uhr
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Eisstation "Barneo" / nördlich Spitzbergen,



Kategorie:

Umwelttechnologien



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