Mayer: Zahlen zu Zwangsprostitution sind bedrückend
ID: 853456
Zwangsprostitution und zum Handel mit Menschen in der Europäischen
Union veröffentlicht. Dazu erklärt der innen- und rechtspolitische
Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer:
"Mit großer Sorge betrachte ich die heute von der EU-Kommission
vorgestellten Zahlen zur Zwangsprostitution und zum Menschenhandel in
der Europäischen Union. Gerade die für Deutschland veröffentlichten
Zahlen belegen, dass der deutsche Gesetzgeber dringend seine
Hausaufgaben in diesem Bereich machen muss. Dabei denke ich nicht nur
an die zügige Umsetzung der EU-Richtlinie gegen den Menschenhandel,
sondern auch an eine Aufhebung des von rot-grün beschlossenen
Prostitutionsgesetzes. Wenn zwei von drei betroffenen Frauen zur
Prostitution gezwungen werden, zeigt dies, dass die bestehenden
nationalen Regelungen keinen ausreichenden Schutz mehr bieten. Wir
müssen daher dringend den Schutz für diese Frauen verbessern und auch
den Sicherheitsbehörden wieder die erforderlichen Eingriffs- und
Zugriffsmöglichkeiten in die Hand geben. Entsprechende Vorschläge und
Ideen haben wir unterbreitet. Ich würde mir wünschen, dass der
Koalitionspartner jetzt ebenfalls zu dieser Einsicht gelangt, dass es
einer umfassenden Neuregelung bedarf."
Hintergrund:
Die EU-Kommission hat heute eine Studie vorgelegt, nach der immer
mehr Menschen als Prostituierte oder Zwangsarbeiter ausgebeutet
werden. Demnach stieg die offizielle Zahl der Opfer von
Menschenhandel in 24 EU-Ländern zwischen 2008 und 2010 um 18 Prozent.
Die Zahl der verurteilten Menschenhändler ist dagegen im gleichen
Zeitraum um 13 Prozent gesunken.
Pressekontakt:
CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag
Pressestelle
Telefon: 030 / 227 - 5 5012 / - 5 2427
Fax: 030 / 227 - 5 60 23
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Datum: 15.04.2013 - 17:48 Uhr
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