Neue OZ: Kommentar zu Polizei / Niedersachsen
ID: 855363
Wenn es hoch hergeht, heißt das noch lange nicht, dass sich etwas
auf hohem Niveau abspielt. Das gilt auch für die Landtagsdebatte
gestern über die Personalentscheidungen im Polizeibereich.
Phasenweise herrschte Polemik pur; Oppositions- und
Regierungsfraktionen übertrumpften sich gegenseitig mit
Unterstellungen und Tiefschlagargumenten. Unrühmlicher Höhepunkt: Man
verstrickte sich in eine Geschäftsordnungsdebatte über den nicht
gerade stubenreinen Hinweis einer Grünen-Abgeordneten, die
Vorgängerregierung habe Fraueninteressen nur mit dem "ausgestreckten
Mittelfinger" quittiert.
Statt sich wechselseitig mit dem Vorwurf parteipolitischer
Personalpolitik zu traktieren, hätten die Parlamentarier besser daran
getan, etwa über Sinn oder Unsinn der pauschalen Einstufung von
Polizeipräsidenten als politischen Beamten zu debattieren.
Ist die Koordination von Verbrecherjagd oder die Gewährleistung
von Verkehrssicherheit in einem Bezirk tatsächlich eine so heikle
politische Angelegenheit, dass dafür nur Führungspersonal infrage
kommt, das mit dem jeweiligen Innenminister total auf einer Welle
funkt? Oder müsste nicht vielmehr entscheidend sein, dass
qualifizierte Experten berufen werden, die loyal ihre Pflicht
ableisten - egal, welche Partei gerade am Ruder ist? Wäre es so, dann
hätte es die Personalquerelen jetzt erst gar nicht gegeben.
Hans Brinkmann
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.04.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 855363
Anzahl Zeichen: 1724
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 187 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Polizei / Niedersachsen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Osnabrück. Der Krankenkassen-Spitzenverband GKV hat vor einem Aufweichen der Gesundheitsreform gewarnt, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. "In den ersten Monaten des Jahres sind die Ausgaben der Krankenkassen doppelt so schnell gestiegen wir die Einnahmen. Wenn nicht schnell
Möglicher Kurswechsel bei Grünen: Brantner schwört Mitglieder auf "schwierige Kompromisse" ein / Regierungsverantwortung pragmatisch nutzen, "urgrüne Politik" von Özdemir als ...
Osnabrück. Im Richtungsstreit der Grünen hat Parteichefin Franziska Brantner einen pragmatischen Kurs angemahnt und die Parteibasis auf schmerzhafte Zugeständnisse im Falle einer künftigen Regierungsbeteiligung eingeschworen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagt
"Werden überrollt": Grünen-Chefin warnt CDU vor Koalition mit AfD im Osten / Vor Ostdeutschland-Wahlen: Brantner befürchtet Parallelen zur Machtübernahme der Nazis, sie fordert Erhalt de ...
Osnabrück. Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern warnt Grünen-Chefin Franziska Brantner die CDU vor einer Koalition mit der AfD und zieht Parallelen zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. "Das Experiment, dass eine Partei der Mitte Faschisten zur Macht
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Verkehr / Bau ...
Eine Frage der Moral Man muss nicht böswillig sein, wenn einem beim Thema Großprojekte drei Stichworte einfallen: Pleiten, Pech und Pannen. Immer wieder sorgen Verzögerungen, Fehlplanungen oder steigende Kosten für Schlagzeilen. So war und ist es bei der gigantischen Elbphilharmonie in H
Neue OZ: Kommentar zu EU / Ungarn / Verfassung ...
Zahnloser Tiger Mitten in Europa entsteht langsam, aber sicher eine Diktatur - und Brüssel schaut hilflos zu. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat sich in der Vergangenheit wenig darum geschert, was die übrigen EU-Mitgliedstaaten von seinem Machtausbau auf Kosten der Demokratie hielt
Neue OZ: Kommentar zu Großbritannien / Margaret Thatcher ...
Eine Frage der Pietät Obwohl die Briten gerne - und oft zu Recht - für sich eine Fair-Play-Philosophie beanspruchen, haben Tausende in den vergangenen Tagen böse Fouls begangen. Nach dem Tod der früheren Premierministerin Margaret Thatcher traten politische Gegner, Wichtigtuer und einstig
SPD-Chef Gabriel will Fracking verbieten ...
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat sich gegen das sogenannte Fracking zur Förderung von Schiefergas ausgesprochen. "So lange es technologisch nötig ist, Chemikalien in den Boden zu pressen, die dann drohen ins Grundwasser einzudringen, sollten in Deutschland gar keine Genehmigungen er




