Rupprecht/Schipanski: Wissenschaftsstandort Deutschland profitiert von Nachwuchsförderung durch den Bund
ID: 855722
den Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2013 der
Bundesregierung übergeben. Hierzu erklären der
wissenschaftspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen
Bundestag, Albert Rupprecht, und der zuständige Berichterstatter
Tankred Schipanski:
Albert Rupprecht: "Von der enormen Bildungs- und
Wissenschaftsexpansion, ausgelöst durch die massive Bundesförderung
seit 2005, profitiert vor allem der wissenschaftliche Nachwuchs. Er
erhält mehr Angebote, eine bessere Förderung und damit eine bessere
Perspektive. Immer mehr Nachwuchswissenschaftler aus dem Ausland und
Rückkehrer entscheiden sich für eine Karriere oder eine temporäre
Beschäftigung im deutschen Wissenschaftssystem. Diesen Trend wollen
wir weiter fördern und ausbauen."
Tankred Schipanski: "Natürlich verbinden wir mit den enormen
Mittelzuwächsen für die Akteure im Wissenschaftssystem die Erwartung,
dass die Verlässlichkeit, die der Bund auf diese Weise bietet, auch
substantiell an die jungen Wissenschaftler weitergegeben wird. Auch
sie sollen von einer besseren Planbarkeit profitieren, wenn sie
exzellente Leistung erbringen. Besonders freuen wir uns daher über
Konzepte wie den TUM Faculty Tenure Track der TU München. Extrem
kurze Befristungen und Kleinststellen sind der Wissenschaft oder den
'klügsten Köpfen' keinesfalls angemessen. Hier werden daher vor allem
Hochschulen im Eigeninteresse nachsteuern müssen."
Hintergrund:
Unionsgeführte Bundesregierungen haben seit 2005 die Angebote für
den wissenschaftlichen Nachwuchs, die der Bund mit oder alleine
verantwortet, massiv ausgebaut:
Durch den Hochschulpakt, die Exzellenzinitiative und den Pakt für
Forschung und Innovation sind zahlreiche Stellen für
Nachwuchswissenschaftler entstanden. Alleine im Rahmen der
Exzellenzinitiative sind dies bisher über 4.000, darunter auch viele
mit langfristiger Perspektive (z.B. Tenure Track).
- Insgesamt ist alleine das hauptberufliche wissenschaftliche
Personal an den Hochschulen von 2005 bis 2011 um 29 Prozent auf
knapp 200.000 angewachsen.
- Auch die unmittelbare Förderung von Nachwuchswissenschaftlern
wurde massiv ausgebaut: plus 80 Prozent bei der Förderung der
"eigenen Stelle", Ausbau bei Emmy-Noether, Heisenberg und
Leibnitz-Preis der DFG, Verdopplung der Nachwuchsgruppen bei
FhG, HGF, MPG und WGL.
- Ausbau der Mittel für die Promotionsförderung bei den
Begabtenförderungswerken seit 2005 um 56 Prozent und Erhöhung
der Stipendien bei vielen Organisationen.
- Förderung zahlreicher Graduiertenkollegs im Rahmen der
Exzellenzinitiative - etwa über die DFG oder andere
Forschungsorganisationen.
Der Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs "BuWin" wird von
einem wissenschaftlichen Konsortium einmal pro Legislaturperiode im
Auftrag der Bundesregierung erstellt, um einen systematischen
Überblick zu Qualifikations- und Karrierewegen sowie beruflichen
Perspektiven Promovierender und Promovierter in Deutschland zu
erhalten. Der Schwerpunkt liegt 2013 auf den Postdoktoranden.
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Datum: 18.04.2013 - 11:29 Uhr
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