Westfalenpost: Eine gespaltene Nation
Von Torsten Berninghaus
ID: 862187
gestern vor dem Amtssitz des designierten italienischen
Ministerpräsidenten Enrico Letta zwei Polizisten und eine Passantin
verletzte, im Schilde führte. Allerdings überschattet die Tat die
feierliche Vereidigung des Kabinetts, die zeitgleich im
Quirinals-Palast stattfand, in dramatischer Weise. Und sie zeigt
möglicherweise auch, in welch instabiler Lage sich Italien befindet.
Nach der wochenlangen Regierungskrise sollte gestern ein Neuanfang
geschafft werden. Denn Giorgio Napolitano, der als "Vater der
gespaltenen Nation" bezeichnet wird, hat alles darangesetzt, die
Gemeinsamkeiten zwischen den streitenden Parteien zu suchen. Und
diese schließlich gefunden. Nicht ohne Grund sitzen moderate
Politiker an den entscheidenden Positionen. Die Reizfigur Berlusconi
ist nicht im Kabinett.
Ob das ausreicht, um in Italien eine stabile politische Lage zu
erreichen, ist fraglich. Zu tief sitzt der politische Streit, bei dem
es zuletzt vielfach mehr um Berechnung denn um Verantwortung
gegenüber dem Land ging. Und zu schwer wiegt die Hypothek der
finanziell am Abgrund stehenden Nation. Dass diese
Perspektivlosigkeit nicht ohne Auswirkung auf die Menschen in Italien
bleibt, liegt auf der Hand. Die erste inhaltliche Auseinandersetzung
der neuen Regierung wird zeigen, welche Halbwertzeit dieses Bündnis
hat.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.04.2013 - 21:26 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 862187
Anzahl Zeichen: 1660
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 200 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Eine gespaltene Nation
Von Torsten Berninghaus"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
Schwäbische Zeitung: Sammelsurium des Abkassierens - Leitartikel ...
Nun sind Wahlprogramme ja keine Gesetze. Selbst gewonnene Wahlen garantieren nicht die Umsetzung der Forderungen, mit denen vor allem das eigene Personal und erst danach die Bevölkerung am Wahltag überzeugt werden soll. Man schlage einmal die Wahlprogramme von Union und FDP von 2009 nach. Viel i
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur neuen italienschen Regierung ...
Fulminant und - wegen der Schüsse vor dem Palast - tragisch zugleich ist Italiens 64. Nachkriegsregierung am Wochenende gestartet. Die erste große Koalition in Rom muss unter Beweis stellen, was die meisten Italiener ihrer politischen Klasse absprechen: Zusammenarbeit, parteipolitische Mäßigu
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Bundestagswahlkampf ...
Winfried Kretschmann hat noch einmal gesprochen, genutzt hat es nichts. Die Grünen haben ihr Steuererhöhungsprogramm ohne jede Einschränkung beschlossen. Dieses Konzept muss man nicht teilen, Respekt aber fordert einem allein der Mut der Partei ab. Der Wähler weiß nun, woran er ist. Zule
Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Reinhard Zweigler zu Grünen-Parteitag ...
Den Reichen nehmen, den Armen geben - nach diesem schlichten, aber durchaus populären Geschäftsmodell von Robin Hood wollen die Grünen Politik machen, wenn sie mit der SPD regieren dürfen im Herbst. Und Reichtum beginnt für sie bei einem keineswegs überragenden Jahreseinkommen von 60 000 E




