Neue OZ: Kommentar zu Kirchen / Meisner
ID: 868917
Joachim Meisner ist von seiner konservativen, romtreuen Haltung
überzeugt, und das ist sein gutes Recht. Dass der Kardinal nicht nach
Mehrheiten und Beliebtheit schielt, sondern unbequem sein will,
spricht für ihn.
Doch viele Katholiken in Deutschland, Laien ebenso wie Kleriker,
tun sich mit dem Kölner Erzbischof schwer. Nicht wenige haben über
Jahre heftig unter ihm gelitten - Pfarrer, Diakone und andere
hauptamtlich Beschäftigte beispielsweise. Viele Kritiker sind
darunter, die sich selbst in der Mitte ihrer Kirche sehen.
Verbote, drastische Formulierungen, eine rigorose Moral und
umstrittene Personalpolitik tragen zum Negativ-Image des mächtigen
Kardinals bei. Meisner polarisiert. Er stellte sich oft kompromisslos
gegen die meisten anderen katholischen Bischöfe in Deutschland, so
beim System der Schwangerenkonfliktberatung.
Mit Meisners Haltung lässt sich jedoch nicht entschuldigen, dass
Katholiken mancherorts eine aggressive Stimmung entgegenschlägt. Es
rechtfertigt auch nicht, dass etwa der Grünen-Abgeordnete Volker Beck
Meisner in überzogener Weise als einen "Hassprediger" titulierte.
Sollte der Kardinal zum Jahresende zurücktreten, dürfte es
innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland ein befreiendes
Aufatmen geben. Viele Gläubige wünschen sich mehr Barmherzigkeit, wie
sie Papst Franziskus predigt.
Christof Haverkamp
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.05.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 868917
Anzahl Zeichen: 1728
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 218 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Kirchen / Meisner"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Osnabrück. Der Krankenkassen-Spitzenverband GKV hat vor einem Aufweichen der Gesundheitsreform gewarnt, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. "In den ersten Monaten des Jahres sind die Ausgaben der Krankenkassen doppelt so schnell gestiegen wir die Einnahmen. Wenn nicht schnell
Möglicher Kurswechsel bei Grünen: Brantner schwört Mitglieder auf "schwierige Kompromisse" ein / Regierungsverantwortung pragmatisch nutzen, "urgrüne Politik" von Özdemir als ...
Osnabrück. Im Richtungsstreit der Grünen hat Parteichefin Franziska Brantner einen pragmatischen Kurs angemahnt und die Parteibasis auf schmerzhafte Zugeständnisse im Falle einer künftigen Regierungsbeteiligung eingeschworen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagt
"Werden überrollt": Grünen-Chefin warnt CDU vor Koalition mit AfD im Osten / Vor Ostdeutschland-Wahlen: Brantner befürchtet Parallelen zur Machtübernahme der Nazis, sie fordert Erhalt de ...
Osnabrück. Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern warnt Grünen-Chefin Franziska Brantner die CDU vor einer Koalition mit der AfD und zieht Parallelen zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. "Das Experiment, dass eine Partei der Mitte Faschisten zur Macht
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Tempolimit ...
Dilettantische Spitze Die Freude der Grünen währte keine Stunde. In kurzer Zeit sah sich ihr Verkehrsexperte Stephan Kühn gezwungen, zweimal auf die Kapriolen der SPD zum Tempolimit auf Autobahnen zu reagieren. Parteichef Sigmar Gabriel hatte für die generelle Begrenzung geworben, prompt kas
Neue OZ: Kommentar zu Türkei / Konflikte / Kurden ...
Waffen niederlegen Es gab schon unzählige Friedensangebote der kurdischen Arbeiterpartei PKK und ihres inhaftierten Terror-Chefs Abdullah Öcalan, doch noch immer flammen Kämpfe im Grenzgebiet zum Irak und dem Iran auf. Jetzt will Öcalan offensichtlich abermals der Gewalt abschwören.
Neue OZ: Kommentar zu EU-Kommission/Bankkonten ...
Übertrieben harter Angriff Oje, was hat Brüssel da schon wieder ausgeheckt? Die Konto-Reformpläne sind nicht weniger als ein weiterer Großangriff auf die Bankenwelt. Die Pläne der Kommission würden zu erheblich mehr Bürokratie führen. Kein Wunder, dass die ersten Bankenverbände berei
Steinbrück gegen Diskussion über Tempolimit - Gespräch in der WDR-Sendung "Aktuelle Stunde" ...
Der Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, hat sich am Mittwoch (08.05.2013) gegen eine Debatte zum Thema Geschwindigkeits-begrenzung auf Autobahnen ausgesprochen. Damit widersprach er indirekt dem SPD-Parteichef Sigmar Gabriel. Dieser hatte sich für ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern




