Südwest Presse: Kommentar zur Türkei
ID: 869779
auf das blutige Massaker in der Grenzstadt Reyhanli militärisch zu
antworten. Rechtlich möglich wäre das. Schon im vergangenen Oktober,
als eine aus Syrien abgefeuerte Granate fünf Türken im Grenzgebiet
tötete, ließ sich die Regierung vom Parlament ermächtigen, mit
Waffengewalt gegen Syrien vorzugehen. Man erinnert sich: Bereits Ende
der 1990er Jahre standen beide Länder am Rand eines Krieges. Damals
erreichte die Türkei mit einem massiven Truppenaufmarsch an der
Grenze, dass Syrien PKK-Führer Öcalan des Landes verwies. Das war ein
Konflikt mit klaren Konturen. Heute ist die Lage ungleich
komplizierter. Wo im syrischen Bürgerkrieg die Fronten verlaufen,
weiß niemand genau. Schon deshalb wäre es ein unkalkulierbares
Risiko, wenn sich die Türkei militärisch in diesen Krieg hineinziehen
ließe. Wie unübersichtlich die Kräfteverhältnisse, wie wirr die
Interessenlagen der Akteure sind, zeigt schon die mutmaßliche
Verwicklung des türkischen Linksterroristen Mihrac Ural, der von
türkischen Geheimdiensten mit den Bombenanschlägen von Reyhanli in
Verbindung gebracht wird. Zur kaum kalkulierbaren politischen
Gemengelage in dem Konflikt gehören auch die Aktivitäten militanter
Kurden im Norden Syriens, die offenbar auf der Seite des
Assad-Regimes kämpfen. Die Politiker in Ankara wären deshalb gut
beraten, einen kühlen Kopf zu bewahren.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.05.2013 - 19:25 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 869779
Anzahl Zeichen: 1663
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 328 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Kommentar zur Türkei"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
Westdeutsche Zeitung: Parteitag der Piraten-Partei - Willkommen im System Ein Kommentar von Hagen Strauß ...
Die gute Nachricht zuerst: Die Piraten sind reifer geworden. Ihr Parteitag in der bayrischen Provinz ist nicht ganz so chaotisch verlaufen wie gedacht. Und mit ihrem detailverliebten Wahlprogramm haben sie zumindest ihr inhaltliches Vakuum geschlossen. Die schlechte Nachricht ist: Genau dies
Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Steuereinnahmen Der Rekordstaat WOLFGANG MULKE, BERLIN ...
Keine deutsche Regierung hat sich je über einen so großen Geldregen durch die Steuerzahler freuen können. Daran ändert auch die abgesenkte Prognose der Schätzerkreises für die Staatseinnahmen nichts. 615 Milliarden Euro nehmen Bund, Länder und Kommunen ein. In den nächsten Jahren steigt
Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Arminia Bielefeld steigt auf Vorbildlich THOMAS SEIM ...
So macht man Erfolg: Ein Motivator, auf das Ziel fixiert, mit einer ruhigen, starken Hand fürs Team, konzentriert auf den Aufstieg und nicht auf die Hindernisse. Arminia-Trainer Stefan Krämer hat das fertiggebracht. Ein Trainer, der aus der zweiten Reihe kam und sich in die erste Reihe der Aufst
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Parteitag der Piraten ...
Mit flotter Penetranz und unbekümmertem Dilettantismus pochen die Piraten auf Transparenz in der Politik. Offenheit statt Hinterzimmerkungelei, wirkliche Gewissensfreiheit statt verordnetem Fraktionszwang. Die Piraten wären, sollten sie es wirklich ins Parlament schaffen, eine große Herausfor




