Neue OZ: Kommentar zu Impressionismus
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Die Moderne ist unsere Antike: Der Wahlspruch der Documenta 12
wird in der Normandie zur kulturtouristisch durchschlagenden
Wirklichkeit. Eine Landschaft spiegelt sich nicht nur in den Bildern
von Monet, Pissarro und Co, sie wird mit der Kunst der
Impressionisten regelrecht imprägniert. Eine derart intensive
Symbiose gibt es nur noch ein zweites Mal: in der italienischen
Toskana, die ihren Glanz auch aus der Strahlkraft legendärer Kunst
von Stars wie Botticelli und anderen bezieht.
Die französische Kampagne mag als massentaugliche Kunstvermarktung
belächelt werden. Gleichviel. Das Beispiel demonstriert, wie sehr
moderne Kunst nicht nur ein Freizeitvergnügen ist, sondern
Wahrnehmung und Glücksvorstellung vieler Menschen neu geprägt hat.
Impressionisten stehen für erfülltes Leben in flirrendem Licht. Genau
das suchen Ausstellungsbesucher wie Kulturreisende - eine Idee vom
intensivierten Leben. Die Normandie bietet genau das - zumindest als
Abglanz.
Stefan Lüddemann
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Datum: 13.05.2013 - 22:00 Uhr
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