Sachverständigenrats-Chef Schmidt kritisiert reformmüde Politik: 'Wir dürfen nicht stehen bleiben'
ID: 876757
Sachverständigenrats-Chef Schmidt kritisiert reformmüde Politik: "Wir dürfen nicht stehen bleiben"
Deutliche Kritik am bisherigen Verlauf des Wahlkampfs hat der Chef des Sachverständigenrats, Christoph M. Schmidt, geäußert. Der Essener Wirtschaftsprofessor sagte der Online-Ausgabe der Zeitschrift manager magazin, es herrsche "offensichtlich bei vielen die Meinung vor, die gute Wirtschaftsentwicklung sei ein Selbstläufer". Deutschland sei zwar im europäischen Vergleich ganz vorn. "Aber dass diese Position hart erkämpft wurde, droht im Wahlkampf völlig aus dem Bewusstsein zu geraten."
Insbesondere kritisiert Schmidt die Bestrebungen zur flächendeckenden Einführung von Mindestlöhnen. Hohe gesetzliche Lohnuntergrenzen gefährdeten "die Beschäftigungserfolge der vergangenen Jahre". Statt neue Regulierungen des Arbeitsmarktes einzuführen, solle die Politik den Reformansatz der Agenda 2010 fortsetzen: "Auf keinen Fall dürfen wir diese Reformen zurückdrehen. Wir dürfen nicht stehen bleiben. Im Gegenteil: Wir müssen das Erreichte weiter ausbauen."
Im Interview formulierte der Chef der Fünf Weisen Prioritäten für die nächste Bundesregierung. Zentral sind Schmidt zufolge drei Punkte: Die Euro-Krise solle durch einen Schuldentilgungspakt zwischen den Mitgliedstaaten entschärft werden. Die Verbesserung der demographischen Strukturen solle durch eine beschäftigungsfreundliche Arbeitsmarktpolitik und eine aktive Zuwanderungspolitik erreicht werden.
Bei der Energiewende mahnte der Vorsitzende des Sachverständigenrats ein entschlossenes Umsteuern an: "Wir leisten uns derzeit einen extrem teuren Weg, weil die deutschen Regelungen wenig effiziente Technologien wie die Photovoltaik massiv subventionieren." Es sei viel billiger, wenn man die Wahl der Technologie den Investoren überlasse. Dann sei die Energiewende für ein Sechstel der heutigen Kosten zu haben.
manager magazin Verlagsgesellschaft mbH
Dovenfleet 5
20457 Hamburg
Deutschland
Telefon: (0 40) 30 07-25 51
Telefax: (0 40) 30 07-22 47
URL: http://www.manager-magazin.de
PresseKontakt / Agentur:
manager magazin Verlagsgesellschaft mbH
Dovenfleet 5
20457 Hamburg
Deutschland
Telefon: (0 40) 30 07-25 51
Telefax: (0 40) 30 07-22 47
URL: http://www.manager-magazin.de
Datum: 23.05.2013 - 11:21 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 876757
Anzahl Zeichen: 2337
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 310 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Sachverständigenrats-Chef Schmidt kritisiert reformmüde Politik: 'Wir dürfen nicht stehen bleiben'"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
manager magazin Verlagsgesellschaft (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Berliner Arbeitsgericht lässt sexuelle Belästigung durchgehen Der Niederlassungsleiter einer Zeitarbeitsfirma, nennen wir ihn Herrn S., gab sich gern jovial im Umgang mit seinen jungen Mitarbeiterinnen, die meisten noch in der Ausbildung. Er soll ihre Kleidung kommentiert haben, ihnen mit de
Webriese Unister droht Aufspaltung ...
Anbieter von Finanz- und Reiseportalen wie "fluege.de" sucht Geschäftsführer für "neu zu gründende Gesellschaften" Das deutsche Internet-Imperium Unister steht vor der Aufspaltung. Nach Informationen von manager magazin online wurde eine Investmentbank bereits mit der St
Schaeffler: Klaus Deller übernimmt Vorstandsvorsitz ...
Finanzchef Klaus Rosenfeld als künftiger Chef der Holding vorgesehen Nach langer Verzögerung ist der Wechsel an der Spitze des Herzogenauracher Automobilzulieferers Schaeffler perfekt. Noch im Januar werde der Aufsichtsrat Klaus Deller zum neuen Vorstandschef der Schaeffler AG berufen, berich
Weitere Mitteilungen von manager magazin Verlagsgesellschaft
BGH: Erbe muss möglicherweise nur im Rahmen des Nachlasses haften ...
http://www.grprainer.com/Erbrecht.html Wenn nach Eintritt des Erbfalles aus einem Mietverhältnis noch Forderungen gegen den Erblasser bestehen, soll eine Haftung des Erben lediglich in Höhe des Nachlasses möglich sein. GRP Rainer Rechtsanwälte und Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf
Menschenrechtsbeauftragter zum Jahresbericht 2013 von Amnesty International ...
Anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichts 2013 von Amnesty International erklärte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, in Berlin: Der Amnesty International Report ist für mich eine wichtige Referenzgröße. Amnesty International legt den Finger in die
Leben in der DDR und in Wendezeiten ? neues Buch erzählt vom Leben in zwei Welten ...
Peter flüchtet mit seiner Mutter 1945 aus Ostpreußen nach Sachsen-Anhalt. Er besucht dort die erweiterte Oberschule und geht nach dem Abitur zur NVA, wo er Militärmedizin studiert und in verschiedenen Truppenteilen der NVA eingesetzt wird. Nach Entlassung aus der NVA ist er 22 Jahre als Hausarzt
Stuttgarter Zeitung: Grün-Rot will 5000 Stellen streichen ...
Die grün-rote Regierung in Baden-Württemberg will das Personal in der Landesverwaltung weiter reduzieren. Nach Informationen der "Stuttgarter Zeitung" (Donnerstagausgabe) aus Regierungskreisen stehen in der Landesverwaltung 5000 Stellen zur Disposition - zusätzlich zu den 11 600 Leh




