Martina Bunge: Sozial gerecht geht anders
ID: 879563
ungerechte Kopfpauschale, andererseits diskutiert sie über die Folgen
von Armut für die Gesundheit. Das passt nicht zusammen. Um Armut und
damit auch deren Folgen zu vermindern, braucht man eine sozial
gerechte Finanzierung des Gesundheitssystems mit einer entsprechenden
Heranziehung der Gutverdiener statt ungerechter Einheitspreise für
alle", sagt Martina Bunge mit Blick auf das Programm des heute
beginnenden 116. Ärztetags in Hannover. Die gesundheitspolitische
Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:
"Seit einigen Monaten versuchen die Private Krankenversicherung
(PKV), Marktliberale und Ärzte sehr durchsichtig, die PKV zum
Garanten eines funktionierenden, guten Gesundheitssystems zu
erklären. Das Gegenteil ist richtig. Die PKV-Versicherten sind
teilweise deutlich überversorgt und übertherapiert, und vor allem
Ältere können kaum noch die steigenden PKV-Prämien abdecken und
verarmen deshalb. Durch die bessere Vergütung werden Privatpatienten
fast immer vorrangig behandelt, GKV-Versicherte müssen hingegen lange
Wartezeiten hinnehmen. Die Honorare aus Privatbehandlungen sind zudem
sehr ungleich und ungerecht verteilt. Gerade die Ärzte, die in
sozialen Brennpunkten der Städte oder auf dem Land arbeiten, erhalten
davon gar nichts. Das ungerechte System mit PKV und GKV verschärft
die sozial bedingte gesundheitliche Ungleichheit. Die Diskussion über
Armut und Gesundheit erscheint angesichts dieser Sachlage als
Feigenblatt.
Im Grunde genommen geht es der organisierten Ärzteschaft auf dem
letzten Ärztetag vor der Wahl mit ihrem unausgereiften Konzept darum,
die Bürgerversicherung zu verhindern und die PKV zu retten. Sie
stellt sich damit gegen die Interessen der großen Mehrheit der
Patientinnen und Patienten, die ein Ende der Zweiklassen-Medizin
fordern. Sie zeigen, wie wenig ihnen an einem solidarischen und guten
Gesundheitssystem und damit an ihren Patienten gelegen ist."
Pressekontakt:
Hendrik Thalheim
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801
pressesprecher@linksfraktion.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.05.2013 - 13:18 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 879563
Anzahl Zeichen: 2454
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 192 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Martina Bunge: Sozial gerecht geht anders"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Fraktion DIE LINKE. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Fraktion DIE LINKE.
Bettina Böttinger: Neue Sendung "B.sucht" ab Juli im WDR Fernsehen ...
Für die neue WDR-Reportage-Sendung "B.sucht" verlässt Bettina Böttinger im Sommer das Fernsehstudio. Ab dem 4. Juli (jeweils donnerstags, 22 bis 22.30 Uhr, WDR Fernsehen) stellt sich die Journalistin der Herausforderung, Einblicke in wenig bekannte Welten der Gesellschaft zu bekommen
Integrationsgipfel: Paritätischer fordert Möglichkeit der doppelten Staatsangehörigkeit ...
Scharfe Kritik übt der Paritätische Wohlfahrtsverband an der ablehnenden Haltung der Union zur doppelten Staatsangehörigkeit anlässlich des heute stattfindenden Integrationsgipfels. Der Verband fordert die Union auf, Abstand zu nehmen von dem umstrittenen Optionsmodell, das in Deutschland g
Bibel TV porträtiert Frauen und Männer des Glaubens / Christlicher Sender zeigt Biografien von Menschen, die zum Vorbild für Viele wurden ...
Ihr Leben war auf Gott ausgerichtet: Bibel TV porträtiert in den Sommermonaten beeindruckende Frauen und Männer des Glaubens, die Vielen zum Vorbild wurden - jeden Sonntag um 20:15 Uhr. Den Auftakt zur Reihe bildet am Sonntag, 9. Juni die Biografie über Sabine Ball, eine Frau, die den Sinn
Rakete trifft SOS-Kinderdorf in Syrien / Kinderhilfsorganisation fordert erneut Schutzzonen (BILD) ...
Im SOS-Kinderdorf Aleppo in Syrien ist eine Rakete in einem Familienhaus eingeschlagen. Das Gebäude wurde durch den Treffer weitgehend zerstört. Der Angriff forderte keine Opfer, da die SOS-Familien vorsorglich aus der Kampfzone gebracht worden waren. Die SOS-Kinderdörfer bekräftigten ihr




