Affe von Justin Bieber in neuer Unterkunft
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Affe von Justin Bieber in neuer Unterkunft
Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt, dass das Kapuzineräffchen "Mally" nicht an Justin Bieber zurückgegeben wurde und stattdessen eine neue Unterkunft gefunden hat. Unabhängig davon muss Justin Bieber mit aller Härte bestraft werden. Dennoch übt der Verband auch Kritik an der neuen Unterkunft des Affen, dem Seregenti-Park nördlich von Hannover: Denn der Tierpark ist durch fragwürdige Zuchtpraktiken mit weißen Raubkatzen in der Vergangenheit negativ aufgefallen. Außerdem gibt der Park regelmäßig Tiere an Tierhändler ab. Aus Tierschutzsicht wären renommierte Stationen im Ausland, beispielsweise in den Niederlanden, geeigneter gewesen. Auch diese hätten eine Integration mit Artgenossen und artgerechte Haltung bieten können.
Nach dem mutigen Eingreifen der örtlichen Behörden, hatte das Tierheim München die Pflege und die Betreuung des Äffchens übernommen. Justin Bieber hatte die Frist verstreichen lassen, in der er sein Tier hätte wiederbekommen können. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, dazu: "Das Tierheim München und sein Team haben hervorragende Arbeit geleistet. Auf eine öffentliche Entschuldigung von Justin Bieber warten wir allerdings bis heute. Er sollte das Höchstmaß möglicher Strafen erhalten und für alle Kosten des Tierheims aufkommen. Scheinbar hat er nicht verstanden, was an seinem Verhalten falsch war." Dies unterstreichen leider auch neuere Meldungen, wonach er sich offenbar bereits das nächste Haustier zugelegt hat.
Tierpark hat zweifelhaften Ruf
Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes hätte es tierschutzgerechtere Lösungen gegeben, etwa gute Auffangstationen in den Niederlanden. "Leider hat sich das Bundesamt für Naturschutz für den Serengeti-Park entschieden", kommentiert Thomas Schröder. Der Zoo ist bereits mehrfach durch zweifelhafte Praktiken aufgefallen: Trotz bekannter Inzuchtprobleme züchtet der Zoo weiterhin weiße Raubkatzen. Und immer wieder werden Löwen und Tiger von Hand aufgezogen, weil sie angeblich von ihren Müttern nicht angenommen werden: Ein Zeichen dafür, dass bei den Haltungsbedingungen oder dem Tiermanagement etwas grundsätzlich falsch läuft. Außerdem gibt der Park regelmäßig Tiere an Tierhändler ab. Über diesen "Umweg" wurden vor wenigen Jahren auch Löwen aus Hodenhagen nach Südafrika transportiert, die dann beim sogenannten "Canned Hunting" erschossen wurden. Vermutlich gelangen so auch immer wieder Raubkatzen an Zirkusunternehmen.
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Datum: 28.05.2013 - 17:01 Uhr
Sprache: Deutsch
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