Neue OZ: Kommentar zu Musik/Oper
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Es gibt Menschen, die schwärmen von einer Aufführung des "Rings"
innerhalb von 24 Stunden: Die ganze Aufmerksamkeit richte sich auf
das Werk, ein gleichsam spirituelles Erlebnis, Wagner total. Wem's
gefällt...Ganz so weit ist Simone Young nicht gegangen. Aber wenn man
bedenkt, welche Herausforderung "Meistersinger", "Götterdämmerung"
oder "Parsifal" an ein Haus stellen, wird deutlich, was für eine
Leistung ihr Haus abgeliefert hat. Sportlich.
Noch mehr Lob verdient der Umstand, dass sie legendäre
Inszenierungen von Peter Konwitschny, Ruth Berghaus oder Robert
Wilson aus dem Fundus geholt und auf die Bühne gebracht hat - ganz
nebenbei erinnert sie damit an die glorreiche Vergangenheit der
Hamburger Staatsoper.
Die Gegenwart sieht weniger rosig aus: Schon der "Ring" von Claus
Guth war nicht der ganz große Wurf, und überhaupt dämmert die Ära der
Simone Young ihrem Ende entgegen. Umso mehr sei ihr der Triumph mit
Wagner gegönnt.
Ralf Döring
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Datum: 03.06.2013 - 22:00 Uhr
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