Neue OZ: Kommentar zu Umwelt / Stiftungen
ID: 885935
Der Goldschatz der Ökoszene lagert in Osnabrück. Klar, dass es
hohes Interesse, aber auch Gerangel gab, als jetzt der Posten des
Generalsekretärs bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt neu besetzt
wurde. Wenn andere die Mittel zusammenstreichen und auf die
Schuldenbremse treten müssen, stößt die Stiftung Projekte an. Die
Stellenbeschreibung war anspruchsvoll. Langjährige Führungserfahrung
und ausgewiesene Organisationsfähigkeiten sowie Kenntnisse der
Förderstrukturen in Deutschland und Europa, die Liste der
Fähigkeiten, die das gesuchte Multitalent mitbringen musste, ist
lang.
Nun hat es ein Veterinärmediziner, der derzeit 1400 Mitarbeiter in
einem NRW-Landesamt führt, auf den Top-Posten geschafft. Heinrich
Bottermann bringt in die Stiftung viel Sachverstand mit. Zu seinen
Aufgaben gehörten neben Naturschutz unter anderem auch Strahlenschutz
und Überwachung der Wassergüte mit einem behördeeigenen Laborschiff.
Das sieht nach Multitalent aus.
Die Berufung des 57-Jährigen ist eine Überraschung, aber auch eine
Enttäuschung für jene, die auf die hohen Qualitäten von Christine
Hawighorst gesetzt haben. Die Ex-Chefin der niedersächsischen
Staatskanzlei hat bewiesen, dass sie komplexe Behörden führen kann,
sie kennt die Kommunal- und die Landespolitik, sie hat Kontakte zur
Wirtschaft. Das alles sind Vorzüge, die sie unbedingt empfehlen. Und:
Eine Frau an der Spitze der DBU wäre ein starkes Signal gewesen.
Beate Tenfelde
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Datum: 06.06.2013 - 22:00 Uhr
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