Viele Städte in Deutschland machen ihre Bewohner krank
ID: 886410
Feinstaubbelastung steigert das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen aufgrund von Gefäßverkalkungen und Lärm schadet dem Gehör
Feinstaub macht viele Stadtbewohner krank(firmenpresse) - Mediziner des Westdeutschen Herzzentrums in Essen haben eine Langzeitstudie mit 4.800 Bewohnern des Ruhrgebietes ausgewertet. Die Ergebnisse belegen, dass Feinstaub und Lärm das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen deutlich steigern. Darüber hinaus gibt es in Ballungsräumen mehr Menschen, die schlecht hören, als in weniger dicht besiedelten Regionen. Dies scheint eine Folge des Dauerrauschens zu sein. Aber nicht nur der Lärm in Orten, auch der Lärm in Büros kann krank machen, insbesondere bei Arbeiten, die Konzentration, Kreativität und Genauigkeit erfordern.
Insbesondere nächtlicher Lärm, aber auch das Einatmen besonders kleiner Feinstaubpartikel bis 2,5 Mikrometer seien mit Verkalkungen und Verhärtungen an der Hauptschlagader in Verbindung zu bringen, sagte der verantwortliche Kardiologe Hagen Kälsch im Vorfeld eines Kongresses der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie in Rom. Auf dem Kongress stellte er erste Ergebnisse vor.
Feinstaub sind winzige Teilchen, die eine gewisse Zeit in der Luft schweben. Sie können aus natürlichen oder auch aus von Menschen erzeugten Quellen stammen. In Ballungsgebieten gelten der Straßenverkehr und die Industrie als Hauptursachen für Feinstaubbelastungen. Die feinen Partikel kommen in Dieselruß, Reifenabrieb oder in Abgasen von Industrie-, Kraftwerks- und Heizungsanlagen vor. Das Einatmen von Feinstaub ist gesundheitsschädlich. Bereits zuvor hatte die WHO (Weltgesundheitsorganisation) anhand von Untersuchungen das verstärkte Auftreten von Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen bei hoher Feinstaubkonzentration nachgewiesen.
Darüber hinaus wirkt sich der andauernde Lärm auch auf die Hörfähigkeit aus. Hörminderungen entwickelten sich schleichend und entstehen oft durch Lärm – unabhängig davon, ob die Lautstärke als angenehm oder störend empfunden werde. Mediziner raten zu bewussten Lärmpausen. Nach Angaben der Medizinischen Hochschule Hannover gäbe es in Deutschland etwa 15 Millionen Menschen, die an einer zu behandelnden Schwerhörigkeit leiden. In jeder Altersstufe seien davon circa 20 Prozent betroffen.
Nach dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte ist Lärm der größte Krankmacher im Beruf. Die sogenannte Lärmschwerhörigkeit sei nach wie vor die häufigste anerkannte Berufskrankheit. In Deutschland seien vier bis fünf Millionen Beschäftigte an ihrem Arbeitsplatz gesundheitsgefährdenden Lärmbelastungen ausgesetzt. Interessanterweise seien allerdings nicht nur Beschäftigte in der Industrie und im Bauwesen gefährdet. Es hieß auch moderne Bürokonzepte wie zum Beispiel der Trend zum Großraumbüro trieben diese Entwicklung weiter voran. Vor dieser Entwicklung warnte der Verband.
Den Angaben zufolge kann die Lautstärke im Büro auch unterhalb der üblichen Richtwerte zu Belastungen führen. Gemäß den Angaben schädigten Geräusche in Gruppen- und Großraumbüros, in denen die Lautstärke unterhalb der üblichen Richtwerte lagen, zwar nicht das Gehör. Dennoch könnten sie aber zu Belastungen werden, die ernsthafte Folgen haben. Gerade bei Arbeiten, die Konzentration, Kreativität und Genauigkeit erforderten, rufe die Geräuschkulisse im Büro oft Stressreaktionen hervor. Dieser Stress wirkt sich natürlich negativ auf die Leistung und das psychische Wohlbefinden der Mitarbeiter aus.
Um Körper und Psyche zu entspannen, reicht Schlaf oft nicht aus. Wenn zusätzlich zum umweltbedingten Lärmpegel auch noch eine zu intensive Beschallung über Kopfhörer kommt, kann das die Hörzellen schädigen. Unter Umständen führt dies dann zu Altersschwerhörigkeit. Was gilt es also zu tun? In den täglichen Ablauf sollte man Lärmpausen einbauen. Solche integrierte Lärmpausen schonen die Gesundheit. Tatsächlich sollte man von Zeit zu Zeit einfach mal bewusst die Stille suchen.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Seit 1992 sind wir Ihr Reiseveranstalter für Kur- und Wellnessreisen nach Polen und Deutschland.
Datum: 07.06.2013 - 14:31 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 886410
Anzahl Zeichen: 3917
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Micha Weißbrodt
Stadt:
59379 Selm-Bork
Telefon: 02592/977990
Kategorie:
Herz-Kreislauf
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 3651 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Viele Städte in Deutschland machen ihre Bewohner krank"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Barbara Reisen e.K. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Großer Bedarf an Therapie und Beratung Bislang haben Mediziner gegen Alzheimer kaum Mittel gefunden. Umso wichtiger wäre hier eine gute Beratung. Aber „gerade in strukturschwachen Regionen fehlen die Anlaufstellen“, kritisiert Frank Jessen (Uniklinik Köln, Deutsches Zentrum für Neurodegener
Das Künstliche Hüftgelenk – Interview mit Prof. Dr. Hans Gollwitzer ...
Barbara Reisen: „Herr Professor Gollwitzer, jährlich werden in deutschen Operationssälen ca. 200.000 künstliche Hüftgelenke eingesetzt. Wann ist eine Endoprothese für den Patienten unvermeidbar?“ Prof. Dr. Gollwitzer: „Ein künstliches Hüftgelenk wird meist aufgrund einer fortgeschrit
Burnout-Prävention ...
„Burnout kann in jedem Leistungskontext vorkommen: Im Job, bei der Arbeit zuhause, beim Leistungssport, im ehrenamtlichen Engagement etc. Man spricht von einem Burnout, wenn in solch einem Kontext ein dauerhafter negativer Seelenzustand vorliegt, der mit drei Symptomen einhergeht: 1. Dauerhafte
Weitere Mitteilungen von Barbara Reisen e.K.
Dr. Kai Ruffmann im gesundheitsaspekte.de Interview über EECP ...
Die meisten Todesfälle sind auf direkte und indirekte Durchblutungsstörungen zurückzuführen, rund jeder zweite Deutsche stirbt in Folge systematischer Schädigungen der Gefäße, die zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Gegen Durchblutungsstörungen und die vielseitigen Krankheitsfolgen gi
Kaltblütige Forschung lässt Herzen höher schlagen ...
Gekühlt bleibt's länger frisch. Was auf den Salat zutrifft, gilt auch für den Menschen – besonders wenn der Körper schlecht mit Sauerstoff versorgt wird. Dies geschieht nach einem plötzlichen Herztod, der eine Überlebensrate von weniger als 10 Prozent hat. Tatsächlich ist eine milde Un
Hartz IV: Jobcenter und Sozialgericht verhindern Lebensrettung ...
Um die Kosten für unsere Infrastruktur so gering wie möglich zu halten, haben wir auch an Jobcenter-Kunden vermietet. Die Mieteinnahmen sollten einerseits zur Anschaffung unserer Rettungsfahrzeuge dienen, andererseits hätten gemeinnützige und zusätzliche Jobs geschaffen werden können. Dabei wu
Schneller, zuverlässiger Gesundheitscheck ...
Paderborn, 12. März 2013 - Der Blutdruck ist einer der zuverlässigsten Indikatoren für das allgemeine Wohlbefinden. Vor allem ein zu hoher Blutdruck kann den Körper immens belasten und langfristig zu Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems beitragen. Die arterielle Hypertonie, wie Bluthochdruck i




