Nein zur Bürgerversicherung -
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Hessische Zahnärzte erteilen der Einheitsmedizin klare Absage
In der Diskussion über die gesundheitspolitischen Konzepte in den diversen Partei- und Wahlprogrammen zeigte sich bei den hessischen Zahnärzten Einvernehmen darüber, dass alle Parteien die Notwendigkeit einer trag- und zukunftsfähigen Neuregelung der Finanzierung im Gesundheitswesen erkennen. Auf diese werde aber bislang nicht mit durchdachten und tragfähigen Vorschlägen reagiert.
Mit großer Besorgnis blickte LZKH-Präsident Dr. Michael Frank auf die Konsequenzen, die für viele Ärzte aus der von einigen Parteien favorisierten Bürgerversicherung resultieren. Die belegbaren Einnahmeeinbußen seien für viele Praxen existenzbedrohend, besonders für kleinere und mittlere Arztpraxen in den ländlichen Regionen. Im Zuge dieser Entwicklung seien darüber hinaus im Bereich der Privaten Krankenversicherung (PKV) rund 100.000 Arbeitsplätze in Gefahr.
Einigkeit herrschte darüber, dass die Konsequenz des Modells Bürgerversicherung der Wegfall der freiberuflichen Praxisstruktur in Deutschland und mithin eines der wirksamsten Eckpfeiler des Patientenschutzes sei. Auch gehe mit der PKV ein entscheidender Innovationsmotor in der Medizin verloren. Daher sei dem Modell Bürgerversicherung von ärztlicher wie zahnärztlicher Seite eine ganz klare Absage zu erteilen, betonte Frank.
Frank führte die Vorschläge des Deutschen Ärztetags 2013 ins Feld, zu denen etwa ein einkommensunabhängiger Grundbeitrag zur Krankenversicherung zählt. "Hier sieht die Landeszahnärztekammer Hessen einen Weg, den es sich lohnen könnte zu gehen und der sich auch in den Vorschlägen der hessischen Zahnärzteschaft spiegelt. Hessens Zahnärzte stehen klar zum Erhalt des dualen Systems unter Berücksichtigung der notwendigen Reformen - etwa im Hinblick auf die Grundversorgung in der PKV. Die solide Finanzierung der GKV muss unabhängig von der Konjunktur sichergestellt werden", erläuterte Kammerpräsident Dr. Michael Frank.
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Datum: 11.06.2013 - 15:32 Uhr
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