Neue OZ: Kommentar zu SPD
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Langsam wird es peinlich: Als hätte die in der Wählergunst
abgeschlagene SPD nicht schon genug Probleme, werden jetzt auch noch
Differenzen im Führungsteam offen ausgetragen. Kanzlerkandidat Peer
Steinbrück sieht sich nicht genügend unterstützt und fordert von
Parteichef Sigmar Gabriel mehr Loyalität. Die Roten präsentieren sich
als disziplinlose Truppe, die sich selbst nicht grün ist - und dies
nur drei Monate vor der Bundestagswahl. Schlimmer geht's nimmer.
Wie der riesige Abstand zur Union verkleinert werden soll, bleibt
derweil ein Geheimnis. Eigentlich müssten die Sozialdemokraten jede
Chance nutzen, sich und ihre Sache offensiv zu präsentieren. Doch
stattdessen entwickeln die Genossen Meisterschaft darin, eine Chance
nach der anderen zu vertun.
Das war schon bei der Vorstellung des Wahlkampfteams so, die am
Ende von der Auswechslung eines umstrittenen Parteisprechers
überschattet wurde. Und das wiederholt sich jetzt. Denn eigentlich
sollten am Wochenende populäre Kita- und Bildungspläne die
Schlagzeilen bestimmen - und nicht die Animositäten im Kreis der
Parteiführer.
Ein kleines Fünkchen Hoffnung blitzte dennoch auf. Steinbrücks
Ehefrau Gertrud verhehlte nicht, dass sie über die Kanzlerkandidatur
ihres Gatten alles andere als glücklich ist. Trotzdem zeigt sie
Haltung und steht loyal zu ihrem Mann. Hätte die SPD mehr solche
Persönlichkeiten - sie stünde deutlich besser da.
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Datum: 16.06.2013 - 22:00 Uhr
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