Prävention ist von Geburt an wichtig / IDZ stellt Studie zur zahnärztlichen Behandlung von Kleinkindern vor
ID: 892058
Childhood Caries) ist ein zentrales Problem, obwohl die deutschen
Zahnärzte in der Präventionsarbeit mit Kleinkindern gut aufgestellt
sind. Dies zeigt eine bundesweite Befragungsstudie des Instituts der
Deutschen Zahnärzte (IDZ).
Neben der Fluoridierung setzen Zahnmediziner in erster Linie auf
eine intensive Elternarbeit. Jedoch werden die Eltern nicht immer
erreicht oder setzen zu oft wichtige Hinweise nicht richtig um. Die
Zahnärzteschaft fordert daher den Gesetzgeber auf, die notwendigen
Rahmenbedingungen für eine systematische Prävention frühkindlicher
Karies bei 0- bis 3-jährigen Kindern zu schaffen.
Die heute veröffentlichte IDZ-Studie "Erfahrungen, Probleme und
Einschätzungen niedergelassener Zahnärzte bei der Behandlung jüngerer
Kinder" zeigt, dass 98,9 Prozent der befragten Zahnärzte Eltern über
eine zahngesunde Ernährung aufklären. Zudem dokumentierten 85 Prozent
die Ernährungsgewohnheiten von Kindern unter sechs Jahren. Dies ist
eine wichtige Präventionsmaßnahme, denn eine ständige
Kohlenhydratzufuhr gilt als ein Hauptrisikofaktor für frühkindliche
Karies. Gleichzeitig geben mehr als 90 Prozent der Zahnärzte an, dass
es Eltern oftmals schwer fällt, diese Hinweise zuhause umzusetzen.
Zudem möchten viele Eltern nicht auf die zahnschädigende
Nuckelflasche für ihr Kind verzichten.
"Die steigenden Prävalenzzahlen im Bereich ECC und die Erfahrungen
der Zahnärzte in den Praxen zeigen deutlich, dass zahnmedizinische
Präventionsbemühungen von Pädiatern allein nicht ausreichen. Hier
geht es um ein zahnmedizinisches Versorgungsproblem, das wir
Zahnärzte am besten lösen können. Und deshalb müssen die bestehenden
Rahmenbedingungen geändert werden.", betont Dr. Jürgen Fedderwitz,
Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen
Bundesvereinigung.
Dr. Peter Engel, Präsident der Bundeszahnärztekammer, ergänzt:
"Die frühkindliche Karies lässt sich erfolgreich verhindern, wenn
schon werdende Eltern von Hebammen und Gynäkologen aufgeklärt werden.
Daher erarbeitet die Zahnärzteschaft derzeit gemeinsam mit dem
Deutschen Hebammenverband ein umfassendes Konzept, um die
Versorgungslücke für die Jüngsten endlich zu schließen. Gemeinsam
können wir unser Ziel erreichen, dass im Jahr 2020 80 Prozent der
dann 6- bis 7-jährigen Kinder kariesfrei sind."
Die IDZ-Studie steht ab sofort zum kostenlosen Download bereit
unter www.idz-koeln.de
Pressekontakt:
BZÄK: Dipl.-Des. Jette Krämer
Telefon: 030 40005-150, E-Mail: presse@bzaek.de
KZBV: Dr. Reiner Kern
Telefon: 030 280 179-27, E-Mail: presse@kzbv.de
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Datum: 17.06.2013 - 11:26 Uhr
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