Neue OZ: Kommentar zu Arbeitsmarkt / Minijobs
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Zugegeben: Es ist nicht einfach, eine gute und verlässliche
Haushaltshilfe zu finden. In einer alternden Gesellschaft wie unserer
sind diese Arbeitskräfte zunehmend gefragt. Und wer das Glück hat,
auf eine solche Perle zu treffen, muss sie sich oft mit anderen
teilen.
Dadurch entsteht ein Problem, das zu massenhafter Schwarzarbeit in
deutschen Privathäusern und -wohnungen beiträgt: Begehrte Hilfen im
Haushalt kommen mit ihrem Einkommen aus mehreren Minijobs schnell
über die Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro im Monat. Oft ist es
daher ihr eigener Wunsch, unangemeldet zu bleiben.
Arbeitgeber, die sich darauf einlassen, gehen nur auf den ersten
Blick kein Risiko ein. Von Razzien in Privathaushalten wegen
Schwarzarbeit hat man bislang noch nichts gehört, wohl aber schon von
schweren Unfällen beim Fenster- oder Treppenputzen. Allein, um sich
gegen die Folgen solcher Ereignisse abzusichern, sollte man
Haushaltshilfen anmelden. Ganz abgesehen davon, dass ihre zumeist gut
verdienenden Arbeitgeber dadurch auch Steuern sparen können.
Das bereits erwähnte demografische Problem führt dazu, dass Hilfen
im Haushalt nicht nur für klassische Arbeiten wie das Putzen oder
Bügeln gebraucht werden. Es ist also auch eine Frage der
Wertschätzung ihnen gegenüber, sie vernünftig zu versichern.
Norbert Meyer
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Neue Osnabrücker Zeitung
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Telefon: +49(0)541/310 207
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Datum: 17.06.2013 - 22:00 Uhr
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