Neue OZ: Kommentar zu Kriminalität/Extremismus
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Was wie ein Lausbubenstreich klingen mag, stellt schon eine
gewisse Bedrohung dar: Islamisten können relativ leicht ein
Modellflugzeug-Attentat verüben. Grund zur Panik vor einem
Terrorkomplott im großen Stil besteht deshalb nicht.
Zwar wird in Sicherheitskreisen schon seit einiger Zeit über die
Möglichkeit eines solchen Anschlags spekuliert. Es gibt auch
Beispiele dafür, dass ein solches Szenario wahrscheinlich ist: Erst
im August 2012 plante ein Türke in Spanien, dass sein gar nicht mal
so kleines Spielzeugflugzeug Bomben auf ein Einkaufszentrum in
Gibraltar abwerfen sollte. Vor fast zwei Jahren schnappte das FBI
einen US-Amerikaner, der ein Mini-Flugzeug mit Sprengstoff per
Fernsteuerung ins Pentagon krachen lassen wollte. Und bereits 1977
wollte die linksterroristische Rote-Armee-Fraktion CSU-Chef Franz
Josef Strauß mit einem Modellflieger attackieren.
Andererseits können selbst größere Modelle mit einer Spannweite
von mehr als zwei Metern nur vergleichsweise wenig Sprengstoff an
Bord nehmen. Die Steuerung ist schwer, und es wird vermutet, dass
deutsche Regierungsgebäude über Störsender verfügen.
Aber ob die Gefahr nun in einem herrenlosen Rucksack lauert oder
per Fernsteuerung eingeflogen wird - bei allen diesen Terrorvarianten
ist beständige Wachsamkeit nötig. Sie darf jedoch nicht zur
allgegenwärtigen Angst mutieren.
Fabian Löhe
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Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
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Datum: 25.06.2013 - 22:00 Uhr
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