Schneeleopard tappt in NABU-Fotofalle
ID: 898079
der 18 Fotofallen getappt, die der NABU erst vor wenigen Wochen im
kirgisischen Tien Shan installiert hat. Das bis zu 7439 Meter hohe im
Norden des Landes gelegene Hochgebirge ist eines der letzten
Rückzugsgebiete für Schneeleoparden. Niemand weiß genau, wie viele
der vom Aussterben bedrohten Großkatzen in Freiheit leben. Experten
schätzen, dass nur noch etwa 4000 bis 6000 Schneeleoparden ein
riesiges Verbreitungsgebiet von etwa zwei Millionen Quadratkilometern
durchstreifen. Noch Mitte der 1980er-Jahre lebte mit 1200 bis 1400
Schneeleoparden ein Großteil der Population in Kirgistan. Heute sind
es dort nur noch schätzungsweise 200 bis 300. "Auch wenn es Gesetze
zum Schutz von Schneeleoparden gibt, fallen bis heute zahlreiche
Tiere Wilderern zum Opfer", sagte NABU-Vizepräsident Thomas
Tennhardt.
Der NABU setzt sich seit Anfang der 1990er-Jahre für den Schutz
der Schneeleoparden in Kirgistan ein. Die NABU-Expedition mit
Fachleuten konnte dank zweckgebundener Spenden ins Tien-Shan-Gebirge
reisen, um die Fotofallen zu installieren. "Die Fotofallen werden uns
helfen, Schneeleoparden in Freiheit zu beobachten und die Fährten der
Tiere ausfindig zu machen. Das trägt letztlich zu einer genaueren
Schätzung der Bestandszahlen bei", erklärte Tennhardt. Mit dabei im
Experten-Team war Markus Bathen, der im NABU-Projektbüro Wolf seit
fünf Jahren den deutschen Wolfsbestand mit Fotofallen beobachtet.
Dass er sein Wissen erfolgreich übertragen konnte, zeigt das schnelle
Gelingen eines "Leo-Schnappschusses". Dazu trug auch bei, dass das
Know-how lokaler Hirten, des NABU Kirgistan, der
NABU-Wildhüter-Gruppe "Gruppa Bars" und weiterer Experten einbezogen
wurde.
Vereintes Wissen und Engagement sollen auch bei dem vom NABU
initiierten ersten globalen Schneeleoparden-Forum dazu beitragen, die
Tierart vor dem Aussterben zu bewahren. Bei der internationalen
Konferenz, die am 13. und 14. September 2013 in Bischkek stattfindet,
kommen auf Einladung des kirgisischen Staatspräsidenten Almasbek
Atambajew erstmals Vertreter aller zwölf Verbreitungsstaaten des
Schneeleoparden zusammen. "Ziel ist es, Erfahrungen im
Schneeleoparden-Schutz auszutauschen und sich auf einen verbindlichen
internationalen Schutzplan zu einigen", so Tennhardt.
Hintergrundinfos zu finden unter www.NABU.de/Kirgistan
Originaltext vom NABU
Pressekontakt:
Boris Tichomirow, Leiter des NABU-Mittelasienprogramms,
Boris.Tichomirow@NABU.de, Tel. 030-284984-1712
Zu den Fotofallen: Markus Bathen, NABU-Wolfsexperte,
Markus.Bathen@NABU.de, Tel. 03563-6080927, mobil 0172-6453537
Kostenfreie Pressefotos unter www.NABU.de/presse/fotos, weiteres
Bildmaterial zu den Fotofallenaufnahmen über Annika Natus,
NABU-Referentin für internationale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Annika.Natus@NABU.de, Tel. 030-284984-1722
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Datum: 26.06.2013 - 09:49 Uhr
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Berlin/Bischkek
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