Rheinische Post: Kommentar: Mehr aktive Beratung für Pflegebedürftige
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Thema in der Politik. Seit mittlerweile sieben Jahren beschäftigen
sich wechselnde Regierungen damit, dass der Begriff von
Pflegebedürftigkeit in einer Gesellschaft, deren Zahl an
Demenz-Kranken jeden Tag um 100 ansteigt, dringend neu definiert
werden muss. Die Erkenntnis war rasch gewonnen, dass es deutlich
teurer wird, wenn man auch die Demenz-Kranken in die Leistungen der
Pflegeversicherung einbezieht. Allein aus diesem Grund schreckte die
Politik immer wieder vor einer umfassenden Pflegereform zurück.
Mittlerweile ist ein Teil der Leistungen, die Demenz-Kranke
benötigen, gesetzlich abgesichert. Allerdings kommen diese Leistungen
kaum bei den Betroffenen an. Die direkte Schuld dafür tragen weder
Regierung noch Pflegekassen. Vielmehr zeigt die Kluft zwischen
Anspruch und Inanspruchnahme, dass ein Teil der Pflegebedürftigen und
ihrer Angehörigen offensichtlich überfordert damit ist, ihr Recht
durchzusetzen. Das wirft die Frage auf, was eigentlich die vielen aus
Beitragsmitteln finanzierten Pflegeberater machen, die vor Jahren
installiert wurden? Ganz offensichtlich bedarf es mehr aktiver
Beratung und Hilfestellung für die Betroffenen.
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Rheinische Post
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Datum: 27.06.2013 - 20:19 Uhr
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