Tag gegen Tiertransporte: Kein Ende des Tierleids auf Europas Straßen
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Tag gegen Tiertransporte: Kein Ende des Tierleids auf Europas Straßen
Anlässlich des heutigen Tages gegen Tiertransporte erinnert der Deutsche Tierschutzbund an die Qualen, die Tiere noch immer tagtäglich auf Europas Straßen erleiden müssen. Der Verband mahnt die Politik, endlich zu handeln. Die unzureichenden Bestimmungen werden nach wie vor zu wenig kontrolliert, Verstöße oft nicht konsequent genug geahndet. Auch der Druck, entstanden im Juni letzten Jahres durch die Übergabe von 1,1 Millionen Unterschriften von EU-Bürgern für eine Begrenzung der Transportzeiten, gerade auf EU-Ebene und dem damals zuständigen Kommissar John Dalli, hat bisher leider nichts bewirkt.
"Transportzeiten von mehrmals bis zu 29 Stunden nacheinander mit Ladedichten, drückender Hitze und quälendem Durst - so sieht die Realität bei Transporten lebender Tiere in Europa noch immer aus", beschreibt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die immer noch vorherrschenden katastrophalen Zustände.
Jährlich werden über 360 Millionen Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen und vier Milliarden Stück Geflügel in der EU allein zum Schlachten transportiert. Regelmäßig kommt es dabei zu Verletzungen und zu Verstößen gegen die ohnehin aus Tierschutzsicht nicht ausreichenden Vorgaben. Pferdetransporte von Litauen nach Italien, Schweinetransporte von Dänemark nach Osteuropa: Es gibt kein Limit, wann ein Transport enden muss. Vielfach werden die Tiere tagelang durch Europa und weiter gekarrt, nur um geschlachtet zu werden. Hinzu kommen tagelange Zuchtrindertransporte von Deutschland in die Türkei, die ebenfalls unter katastrophalen Bedingungen für die Tiere stattfinden. Scharf kritisiert der Verband auch nach wie vor doppelstöckige Rinder-Tiertransporte. "Es geht darum, weniger Tiere auf kürzeren Strecken zu transportieren, nicht die Qual auch noch zu erhöhen", so Schröder.
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Datum: 01.07.2013 - 13:01 Uhr
Sprache: Deutsch
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