Schwäbische Zeitung: Leitartikel - Am Pfänder wird abkassiert
ID: 901572
sauber hinbekommen: Kaum sind die quälenden Staus am Pfändertunnel
Geschichte, quält die staatseigene Autobahngesellschaft Asfinag die
Autofahrer mit einer Verdoppelung der Transitkosten.
Urlauber auf dem Weg in die Skigebiete im Montafon oder am
Arlberg, Fernreisende Richtung Italien, Pendler zwischen Oberschwaben
und der Nordostschweiz - sie alle kennen das Nadelöhr am Bodensee.
Für Reisende, die in Richtung Schweiz und Italien weiter wollen, sind
es gerade einmal österreichische 23 Autobahnkilometer von der Grenze
bei Lindau durch den Pfändertunnel bis nach Hohenems. Diese 23
Kilometer lassen sich die Österreicher, die ohnehin nicht zimperlich
sind beim Abkassieren des Transitverkehrs, künftig vergolden.
Dabei war die 2008 eingeführte Korridorvignette eine hervorragende
Lösung. Für die Autofahrer war es praktisch, das kurze, aber (meist)
zeitsparende Autobahnstück auf dem Weg in den Süden zu einem fairen
Preis nutzen zu können. Und für die verkehrsgeplagten Anwohner in
Lindau und Bregenz bedeutete es geringeren Lärm und weniger
verstopfte Straßen.
Jetzt werden viele Autofahrer wieder auf die Landstraßen
ausweichen, um das Pickerl zu sparen. Kein Wunder, dass
Regionalpolitiker aus Vorarlberg und der Bodenseeregion Seite an
Seite für den Erhalt der Korridorvignette gekämpft haben. Doch die
Verkehrsministerin in Wien blieb stur. Das Gefühl, auf die
Entscheidungen in der fernen Hauptstadt wenig Einfluss zu haben, ist
nicht nur am nördlichen Bodenseeufer bekannt.
Hartnäckige Maut-Freunde gibt es übrigens auch hierzulande, quer
durch alle Parteien, besonders in Süddeutschland. CSU-Chef Horst
Seehofer hat in seiner unnachahmlichen Art kürzlich sogar die
Autobahngebühr nur für Ausländer gefordert. "Wie Du mir, so ich Dir",
argumentieren die Befürworter der Maut. Was für ein
Kindergarten-Niveau. Deutschland sollte die Vignette nicht deshalb
einführen, weil Österreich mit schlechtem Beispiel vorangeht.
Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 01.07.2013 - 21:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 901572
Anzahl Zeichen: 2391
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ravensburg
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 249 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: Leitartikel - Am Pfänder wird abkassiert"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung
Lausitzer Rundschau: Der Terror derÜberwachung Zum US-Spähangriff gegen Deutschland und die EU ...
Das Gift der Stasi hat schon die DDR-Gesellschaft zerfressen. Die US-Geheimdienste sind drauf und dran, mit ihrem ebenso entfesselten Überwachungswahn die Freundschaft zu Europa und speziell zu Deutschland kaputt zu machen. Und da nutzt der Hinweis wenig, dass sie noch an ihrer eigenen Datenflu
Südwest Presse: Kommentar zu Agypten ...
Im Umkreis von Präsident Mohammed Mursi scheint man zu realisieren, was die Stunde geschlagen hat. Millionen Menschen haben dem Regime der Muslimbrüder die rote Karte gezeigt. Millionen sind es leid, sich mit frommen Vorschriften bevormunden zu lassen. Wie in der Türkei zeigt sich auch in Ägypt
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Machtkampf in Ägypten Hoffen auf ein Wunder BERNHARD HÄNEL ...
Die ägyptische Revolution geht in ihre zweite Phase. Die Richtung aber ist unklar. Folgt auf die Mubarak-Diktatur eine religiöse Diktatur? Oder wird der 2011 begonnene Traum der vornehmlich jugendlichen Protestler von Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und einem Leben in Würde endlich wahr? Eine
Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Überwachungsstaat USA Es geht um unsere Freiheit THOMAS SEIM ...
In Artikel 1 des Grundgesetzes heißt es: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." Zu dieser Würde gehört unverzichtbar das Recht auf die Unversehrtheit unserer Daten. Dies ist - wie wir jetzt durch die EnthÃ




