Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers

Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers

ID: 903087
(firmenpresse) - Die Fürsorgepflicht des Arbeitsgebers: Nur eine leere Worthülse? Trotz arbeitsvertraglicher Fürsorgepflicht kommt es zu häufig vor, dass Arbeitnehmer Opfer von Bossing sind oder dass der Arbeitgeber nicht wirkungsvoll gegen Mobbing vorgeht. Von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck Berlin

Sollte es in einer Firma oder in einer Behörde Gerangel um einen Posten oder eine Beförderung geben, greifen Kollegen gern auch mal zu einem knallharten Mittel, um den Konkurrenten zu schwächen: das Mobbing. Sollte ein Arbeitnehmer der Geschäftsführung nicht mehr ins Konzept passen und sollte dieser möglichst zur Eigenkündigung getrieben werden, wird manch ein Arbeitnehmer vom Chef systematisch fertig gemacht. Das nennt man Bossing.

Der gemobbte oder gebosste Arbeitnehmer macht öfter Fehler. Die Folge: Eine Abmahnung und - sollten sich die Fehler wiederholen - die Kündigung. Manch ein Arbeitnehmer muss wegen des Mobbings/Bossings in ärztliche Behandlung. Wieder andere werden zur Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrages genötigt.

Der Umgang mit Mobbingfällen ist nicht einfach. Ein unter Druck unterzeichneter Aufhebungsvertrag kann nur in extremen Fällen angefochten werden. In der Praxis ist die Beweislage hier oft das Problem. Sollte sich vor Gericht herausstellen, dass systematisches und erhebliches Mobbing/Bossing zu einer ärztlich anerkannten Gesundheitsbeeinträchtigung geführt hat, sprechen die Gerichte Schadensersatz zu. Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers wird vor Gericht durchaus ernst genommen. Die Problematik in der Praxis besteht darin, die Erheblichkeit und Systematik des Mobbings/Bossings gerichtsfest darzulegen und gegebenenfalls auch nachzuweisen.

Fachanwaltstipp Arbeitnehmer: Nicht jeder böse Blick des Kollegen ist ein Indiz für Mobbing. Ärger am Arbeitsplatz kann vielfältige Gründe haben. Wer allerdings in eine Mobbing-Situation gerät, muss frühzeitig handeln und gegebenenfalls auch Gegenmaßnahmen ergreifen. Hierzu können Gespräche mit dem Vorgesetzten, aber auch mit dem Betriebsrat gehören. Auf keinen Fall sollte man zu früh die Bezeichnung Mobbing verwenden. Die Folge ist regelmäßig, dass man ab diesem Zeitpunkt nur noch als das Opfer wahrgenommen wird. Das ist selten gut für eine innerbetriebliche Karriere.



3.7.3013

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin

Bredereck Willkomm Rechtsanwälte

Berlin-Charlottenburg: Kurfürstendamm 216, 10719 Berlin
Berlin-Mitte: Palais am Festungsgraben, 10117 Berlin
Berlin-Marzahn Zweigstelle: Marzahner Promenade 28, 12679 Berlin

Potsdam: Friedrich-Ebert-Straße 33, 14469 Potsdam

Tel.: (030) 4 000 4 999
Mail: fachanwalt@arbeitsrechtler-in.de

Essen: Ruhrallee 185, 45136 Essen
Tel.: (0201) 4532 00 40
Mail: fachanwalt@arbeitsrechtler-essen.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam



PresseKontakt / Agentur:

Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Am Festungsgraben 1
10117 Berlin
berlin(at)recht-bw.de
030 4000 4999
http://www.recht-bw.de



drucken  als PDF  Mieterhöhungen in Berlin Berliner Zeitung: Zum Gipfelüber Jugendarbeitslosigkeit:
Bereitgestellt von Benutzer: Adenion
Datum: 03.07.2013 - 17:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 903087
Anzahl Zeichen: 3013

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Alexander Bredereck
Stadt:

Berlin


Telefon: 030 4000 4999

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Meldungsart:
Anmerkungen:


Diese Pressemitteilung wurde bisher 293 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Bredereck&Willkomm (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Vorkaufsrecht des Mieters bei Verkauf eines mit einem Mehrfamilienhaus bebauten ungeteilten Grundstücks ...
Bundesgerichtshof zum Vorkaufsrecht des Mieters nach § 577 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 BGB bei Verkauf eines mit einem Mehrfamilienhaus bebauten ungeteilten Grundstücks (Erwerbermodell) Die Ausgangslage: Teilt der Vermieter sein Eigentum und begründet an den einzelnen Wohnungen Wohnungseigentum, s

Der Mindestlohn ist da ? was passiert mit Tarifverträgen und Arbeitszeitkonten? (Serie Teil 3) ...
Bundestag und Bundesrat haben den sogenannten flächendeckenden Mindestlohn beschlossen. In dieser Serie von Interviews erklären die Fachanwälte für Arbeitsrecht Alexander Bredereck und Volker Dineiger, was der Gesetzgeber hier in die Welt gesetzt hat, für wen das Gesetz gilt und welche Auswirku

Familienrecht-Serie: Das Kindeswohl als Maßstab bei Streit um elterliche Sorge - was heißt das? (Teil 3) ...
Streiten sich Eltern vor Gericht um die elterliche Sorge, dann ist für die Entscheidung des Gerichts das Kindeswohl erheblich. In diesem Beitrag klären Rechtsanwalt Bredereck und Fachanwalt Dineiger, was unter dem Begriff Kindeswohl zu verstehen ist. Rechtsanwalt Bredereck: Vater und Mutter wol


Weitere Mitteilungen von Bredereck&Willkomm


Mieterhöhungen in Berlin ...
Zu den Mieterhöhungen in Berlin. Warum es sich mitunter lohnen kann, ein Mieterhöhungsverlangen unbeantwortet zu lassen und ein Gericht über den Umfang der Mieterhöhung entscheiden zu lassen. Von Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Alexander Bredereck Berlin Viele Berliner erhalten

Michalk: Gebärdensprache im Fernsehen erhalten und Angebote für Gehörlose ausbauen ...
ARD und ZDF haben entschieden, ab dem 8. Juli 2013 auf die Gebärdensprachdolmetscher bei Phoenix zu verzichten. Dazu erklärt die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Maria Michalk: "Seit dem 1. Januar 2013 zahlen auch Menschen mit Beh

FREIE WÄHLER fordern: Eine kostenlose E- Mobilsteckdose je Gemeinde/Kommune ...
Nach der gemeinsamen Kabinettssitzung der Staatsregierungen Bayern und Sachsen im bayerischen Oberschleißheim fordern die Landesvorsitzenden der FREIEN WÄHLER beider Freistaaten mehr Engagement für die Elektromobilität. Denn da kam gestern wenig bis nichts, obwohl Bayern und Sachsen Partner der

Der Tagesspiegel: Früherer BND-Chef Hans Georg Wieck: Unter Freunden wird nicht spioniert ...
Berlin - Der frühere BND-Chef Hans Georg Wieck hat die öffentlich gewordenen Ausspähaktivitäten der USA kritisiert. "Es galt und gilt unter ,Freunden', keine nachrichtendienstliche Tätigkeit gegen das Partnerland (EU- und Nato-Mitgliedstaaten) durchzuführen. Wer es dennoch tut, t


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z