Steria stellt die zweite Generation des Schengener Informationssystems für die Europäische Kommission bereit
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gestern in Paris die erfolgreiche Inbetriebnahme der zweiten
Generation des Schengener Informationssystems (SIS II) bekannt. Das
neue System ermöglicht nationalen Grenzkontrollbehörden Zoll und
Polizei den Austausch von Informationen zu Kriminalität, nationaler
Sicherheit und Immigrationsfragen. SIS II ersetzt die
Vorgängerversion SIS I und wird die Grenzkontrollen im Schengen-Raum
weiter vereinheitlichen sowie den Informationsaustausch zwischen den
Schengen-Staaten transformieren.
Hamburg, 9. Juli 2013 - Steria und die Europäische Kommission
gaben gestern die erfolgreiche Inbetriebnahme von SIS II bekannt. Das
Schengener Informationssystem der zweiten Generation, das durch ein
internationales Konsortium von Steria und HP unter der Leitung
Sterias entwickelt wurde, hat bereits am 9. April 2013 den Betrieb
aufgenommen. Mit SIS II ist der Schengen-Raum nun auf dem neuesten
technischen Stand: Mit verbesserter Funktionalität und Skalierbarkeit
wird das System den Informationsaustauch der Schengen-Staaten zu
Kriminalität, nationaler Sicherheit und Integrationsfragen verändern
und die Sicherheit der Außengrenzen wahren.
SIS II besteht aus drei Komponenten - einem zentralen System, den
nationalen Systemen der Schengen-Staaten sowie einer
Kommunikationsinfrastruktur, die das Zentralsystem mit den nationalen
Systemen verbindet. Das Zentralsystem dient allen 29 Schengen-Ländern
als gemeinsame, zentrale Plattform für die Informationseingabe und
ist mit allen nationalen IT-Systemen des Schengen-Gebietes verbunden.
So können Grenzkontrollbehörden, Zoll und Polizeibehörden der
Mitgliedsstaaten Informationen über verschiedenste Themen der inneren
Sicherheit austauschen - z.B. zu schweren Verbrechen, Diebstählen und
vermissten Personen.
Außerdem wird SIS II den Schengen-Staaten die Möglichkeit bieten,
künftig auch neue Datentypen wie z.B. biometrische Daten einzubinden.
Die Länder können neue Warnungen bei mutmaßlichen kriminellen
Aktivitäten einrichten und diese mit vorhandenen Hinweisen zu
Einzelpersonen oder Fahrzeugen verknüpfen. Außerdem können bei
Einträgen zu Personen, die verhaftet, übergeben oder ausgeliefert
werden sollen, Kopien Europäischer Haftbefehle angehängt werden, so
dass die zuständigen Behörden ihre Folgeaktivitäten schneller und
einfacher durchführen können.
Einige Mitgliedsstaaten und assosziierte Länder (Belgien,
Bulgarien, Tschechische Republik, Finnland, Rumänien, Frankreich,
Slowenien und Großbritannien) haben Steria auch mit der Lieferung
einer Standard-Lösung zur Anbindung an das Zentralsystem beauftragt.
Mit der Erweiterung des Schengen-Raumes lassen sich neue
Mitgliedsstaaten wie Kroatien und zentrale Institutionen wie Europol
und Eurojust einfach in das System aufnehmen. Außerdem hat Steria
einen Converter für das Vorgängersystem SIS I und die neue Lösung
geliefert. Dieser ermöglichte eine stabile Datenmigration und
erleichterte die Inbetriebnahme von SIS II durch die Implementierung
eines Sicherheitsnetzes, falls es bei einigen Mitgliedsstaaten zu
Migrationsproblemen gekommen wäre.
Das Projekt baut auf Sterias ausgewiesene Expertise im Bereich von
Lösungen für die innere Sicherheit in Europa auf: Das Unternehmen hat
bereits das Visa-Informationssystem für die Europäische Kommission
geliefert, das Biometrie-System Eurodac zur Bearbeitung von
Einwanderungs- und Asylanträgen auf europäischer Ebene implementiert
und ein Vorgangsmanagementsystem für die norwegische Polizei
bereitgestellt.
"Dieses Projekt demonstriert einmal mehr die enorme Erfahrung
Sterias mit kritischen Sicherheitsprojekten. Das von Grund auf durch
Steria entwickelte und gemanagte SIS II bildet einen wichtigen
Schritt in Richtung eines besseren Informationsaustauschs und
gemeinsamer Prozesse im Schengen-Raum", so François Enaud, CEO der
Steria Gruppe. "Der erfolgreiche Rollout eines Projektes dieser
Größenordnung, das zeitgleich auf über 300 IT-Systemen eingeführt
wurde, unterstreicht unsere Kompetenz bei der erfolgreichen
Integration unterschiedlichster IT-Systeme und unsere Fähigkeit,
Regierungen bei einer wirkungsvollen Zusammenarbeit zu unterstützen."
"Der Schutz von Grenzen und Bürgern wird immer wichtiger",
konstatiert auch Johan Deschuyffeleer, Senior Vice President
Technology Consulting Services bei HP. "Regierungen, die
unmittelbaren Zugriff auf Informationen benötigen, bietet die HP
Converged Infrastructure über Ländergrenzen hinweg optimale
Unterstützung sowie eine hohe Leistungsfähigkeit, Hochverfügbarkeit
und Stabilität."
Pressekontakt:
Steria Mummert Consulting
Birgit Eckmüller
Tel.: +49 (0) 40 22703-5219
E-Mail: birgit.eckmueller@steria-mummert.de
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Datum: 09.07.2013 - 10:51 Uhr
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