?Ich war als Kind eher untergewichtig?
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"Ich war als Kind eher untergewichtig"
Bundesumweltminister Peter Altmaier zu Gast in hr1
Manchmal wünscht er sich mehr Zeit zum Rasenmähen, sagt Peter Altmaier (CDU). Ansonsten sei er froh, dass er seit den Sommerferien in Kindheitstagen "nie mehr Langeweile hatte", so der Bundesumweltminister in "hr1-Talk" am Sonntag, 14. Juli. Als ihm die Kanzlerin das Amt als Nachfolger von Norbert Röttgen angeboten habe, sei er zwar "überrascht" gewesen, habe aber "nicht gezögert anzunehmen".
Altmaier steht zu seinem Auftreten, das er als "bodenständig" bezeichnet: "Ich habe immer versucht, mich so zu geben, wie ich bin." Dennoch bedauert er, dass er im Fernsehen öfter "mit einem unwirschen Blick gezeigt" werde. "Das ist nicht, weil ich böse bin, sondern weil ich nachdenke. Viele sagen, du musst mehr lachen." Genauso steht der Minister zu seiner "imposanten Erscheinung" und dass man ihm seine "Liebe nicht nur zu gutem, sondern auch zu reichlichem Essen" ansehe, die aus seiner Kindheit herrühre: "Man konnte sich richtig satt essen. Da ist vielleicht ein bisschen des Guten zu viel geschehen." Das habe aber in der Familie niemanden gestört: "Weil ich als Kind eher untergewichtig als übergewichtig war."
Der Junggeselle Peter Altmaier kann "sehr gut damit umgehen", alleine zu leben, wie er in hr1 sagt. Das habe sich "so ergeben", wenn auch nicht geplant. Im Übrigen sei er "ein Mensch, der nicht depressiv wird, wenn er ein paar Stunden oder auch ein Wochenende mal alleine ist". Warum er als Single in einer 280 Quadratmeter großen Altbauwohnung in Berlin lebt? Weil er regelmäßig Politiker und Journalisten zu Gesprächsrunden zu sich nach Hause einlade und dafür Platz braucht. "Manchmal hat es Vorteile, sich im privaten Rahmen auszutauschen."
Bekannt ist Peter Altmaier auch wegen seines regen Gebrauchs von Twitter. Derzeit hat er fast 44.000 "Follower", die seine Kurznachrichten lesen: "Es macht mir Spaß, über Twitter auch mal zu provozieren." Für den Wahlkampf nutzt er diesen Dienst nach eigenen Worten aber nicht.
"Selbstverständlich" möchte er nach der Bundestagswahl weiter Umweltminister bleiben: "Ich bin ja angetreten, weil ich etwas verändern will. Die Energiewende ist ein Generationenprojekt. Und deshalb würde ich mich freuen, wenn ich dafür weiterhin zuständig wäre." Altmaier kann sich aber auch ein Leben ohne aktive Politik vorstellen: "Ich würde gerne mal ein Buch darüber schreiben, wie es hinter den Kulissen der europäischen Integration aussieht. Das ist spannender, als man sich denkt."
Bis zur Bundestagswahl lädt "hr1-Talk" Politiker aller großen Parteien ein. Zu Gast waren bereits Sahra Wagenknecht, Katrin Göring-Eckardt, und Christian Lindner. Die Sendung gibt es immer sonntags zwischen 10.00 und 12.00 Uhr in hr1.
Auch als Podcast zum Nachhören auf www.hr1.de.
Bildunterschrift: Peter Altmaier (hr/CDU/CSU-Bundestagsfraktion/Christian Doppelgatz) - Foto: hr/CDU/CSU-Bundestagsfraktion/Christian Doppelgatz
Hartmut Hoefer
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Datum: 12.07.2013 - 16:01 Uhr
Sprache: Deutsch
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