Gewalt im Südsudan: Ärzte ohne Grenzen behandelt Hunderte Verwundete - 120.000 Menschen auf der Fl

Gewalt im Südsudan: Ärzte ohne Grenzen behandelt Hunderte Verwundete - 120.000 Menschen auf der Flucht

ID: 912027

Gewalt im Südsudan: Ärzte ohne Grenzen behandelt Hunderte Verwundete - 120.000 Menschen auf der Flucht



(pressrelations) -
Nach gewaltsamen Auseinandersetzungen im südsudanesischen Bundesstaat Jonglei behandelt Ärzte ohne Grenzen in dem Ort Bor Hunderte Verwundete. Gleichzeitig versuchen Mitarbeiter, Tausende Menschen zu erreichen, die vor Gewalt im Bezirk Pibor geflohen sind. Rund 120.000 Menschen sind auf der Flucht. Wie viele getötet und verwundet wurden, ist unklar.

Seit dem 14. Juli arbeiten chirurgische Teams von Ärzte ohne Grenzen und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) im Krankenhaus von Bor. Sie versorgen Patienten, die aus Manyabol, wo sich verfeindete Gemeinden bekämpfen, in das Krankenhaus gebracht werden. "Derzeit behandeln wir mit Unterstützung der Gesundheitsbehörden 176 Verwundete", sagt Raphael Gorgeu, Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen. "128 von ihnen haben Schussverletzungen. Bisher haben wir 34 chirurgische Eingriffe vornehmen müssen. Wir erwarten weitere Verletzte. Unsere Priorität ist es jetzt die Patienten, die eine postoperative Behandlung brauchen, in unsere größeren Hilfsprogramme in Lankien, Nasir und Leer zu fliegen. Sieben Patienten wurden bereits verlegt."

Ein anderes Team von Ärzte ohne Grenzen versucht derzeit, Tausende Menschen zu erreichen, die Zuflucht in unsicheren und mit Malaria verseuchten Sümpfen gesucht haben. Die Vertriebenen harren dort ohne sauberes Trinkwasser, Nahrung und medizinische Versorgung aus. Rund 120.000 Menschen sind in die Umgebung der Stadt Pibor geflohen, nachdem es im Juni im Bezirk zu Kämpfen zwischen der Südsudanesischen Armee (SPLA) und bewaffneten Milizen kam. Am Mittwoch wurde ein Team von Ärzte ohne Grenzen entsandt, um südlich der Stadt Pibor zu helfen.

"Die Menschen haben Angst in die Städte zu kommen, deshalb ist es wichtig, dass wir sie vor Ort versorgen", sagt John Tzanos, Leiter des Teams von Ärzte ohne Grenzen im Bezirk Pibor. Schon Anfang Juli hatte das Team in der Stadt Boma, in der es heftige Kämpfe gab, eine kleine Klinik eingerichtet. Ärzte ohne Grenzen hat außerdem einen Gesundheitsposten in Gumuruk. Das Krankenhaus der Hilfsorganisation in Pibor-Stadt wurde im Mai gezielt zerstört.



"Die angebotene Hilfe liegt derzeit in vielen Gebieten weit unter den Bedürfnissen der Bevölkerung", sagt Gorgeu. "Zwar haben die Behörden den Zugang zu den Verletzten genehmigt, dennoch bleibt es aufgrund der Unsicherheit und dem Beginn der Regenzeit extrem schwierig, die Verwundeten auf allen Seiten zu erreichen. Ärzte ohne Grenzen ist äußerst besorgt über die Auswirkungen der Gewalt auf die Bevölkerung und appelliert an alle Konfliktparteien, humanitäre Hilfe im gesamten Bundesstaat Jonglei zu respektieren und zu ermöglichen.

Ärzte ohne Grenzen ist seit 1993 in Jonglei tätig und bietet in den Bezirken Pibor, Uror und Nyirol medizinische Grundversorgung an. Nach Gewaltausbrüchen müssen die Teams immer wieder Verletzte versorgen. Im Jahr 2012 hat Ärzte ohne Grenzen in Jonglei 130.692 ambulante Behandlungen durchgeführt.


Medecins sans Frontieres
Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin
Deutschland

Telefon: +49 (30) 700 130 - 0
Telefax: +49 (30) 700 130 - 340

Mail: office@berlin.msf.org
URL: http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
PresseKontakt / Agentur:

Medecins sans Frontieres
Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin
Deutschland

Telefon: +49 (30) 700 130 - 0
Telefax: +49 (30) 700 130 - 340

Mail: office(at)berlin.msf.org
URL: http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/



drucken  als PDF  'Schauprozess, mit dem politische Opposition ausgeschaltet werden soll' Frankfurter Rundschau: Pressestimme zum Urteil gegen Nawalny
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 18.07.2013 - 15:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 912027
Anzahl Zeichen: 3616

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 423 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Gewalt im Südsudan: Ärzte ohne Grenzen behandelt Hunderte Verwundete - 120.000 Menschen auf der Flucht"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Ärzte ohne Grenzen (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Nauru: Bericht belegt verheerende psychische Folgen australischer Internierungspolitik ...
Die australische Internierungspolitik verursacht bei den Geflüchteten auf Nauru exzessive psychische Probleme. Zu diesem Ergebnis kommt der heute von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in Canberra vorgestellte Bericht "Indefinite Despair". Demnach hatten 30 Prozent der 208 von Ã

Rettungsschiff Aquarius:Ärzte ohne Grenzen weist Vorwürfe der illegalen Müllentsorgung zurück ...
Wegen angeblicher Fehler bei der Entsorgung von Bordabfällen haben die italienischen Justizbehörden beantragt, das von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen betriebene Rettungsschiff Aquarius zu beschlagnahmen. Ärzte ohne Grenzen verurteilt diese Entscheidung aufs Schärfste. Es handelt si

Zentralafrikanische Republik: Ärzte ohne Grenzen verurteilt Gewalt gegen Zivilisten Mehr als 50 Patienten mit Macheten- und Schusswunden behandelt ...
Nach erneuten gewaltsamen Auseinandersetzungen im Norden der Zentralafrikanischen Republik verurteilt die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Mitarbeiter der Organisation haben in der etwa 325 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bangui gelegenen Stadt Bouca sei


Weitere Mitteilungen von Ärzte ohne Grenzen


'Schauprozess, mit dem politische Opposition ausgeschaltet werden soll' ...
Russlandbeauftragter Schockenhoff zu Nawalny-Urteil Der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Andreas Schockenhoff (CDU), hat die Verurteilung des russischen Oppositionellen Nawalny als "Schauprozess" bezeichnet. In hr-iNFO sagte er: "Hier soll durch repressive Maßnahmen poli

Fischbach: Mütterrente eignet sich nicht für Wahlkampfgetöse ...
Die SPD fordert für die zusätzliche Mütterrente ein Finanzierungskonzept. Dazu erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Ingrid Fischbach: "Die Forderungen der SPD nach einem Finanzierungskonzept für die Mütterrente sind ein reines Ablenku

Menschenrechtsbeauftragter bestürzt über den gewaltsamen Tod des kamerunischen Menschenrechtsaktivisten Eric Ohena Lembembe ...
Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, äußerte sich heute (18.07.) wie folgt zum gewaltsamen Tod des kamerunischen Menschenrechtsaktivisten Eric Ohena Lembembe: Ich bin sehr bestürzt über den gewaltsamen Tod von Eric Ohena Lembembe. Er war ein sehr mutiger Kämpfer

100.000 Postkarten für Hochwasserhilfe ...
FREYUNG - 100.000 Postkarten für einen guten Zweck: Mit einer außergewöhnlichen Aktion will der Freyunger FDP-Bundestagsabgeordnete und niederbayerische Landtagskandidat Gerhard Drexler die Bevölkerung zu einer Spende für die Hochwasser-Hilfe aufrufen. "Mit der Aktion will ich den Verkauf


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z