Neue OZ: Kommentar zu Wagner-Festspiele
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Zumindest vor der Presse geben sich Eva Wagner-Pasquier und
Katharina Wagner zum Beginn der Wagner-Festspiele zurückhaltend. Fast
so, als liege ihr Schicksal derzeit in den Händen anderer. Und
tatsächlich scheinen etliche Institutionen mitreden zu wollen, wenn
es um die Zukunft der Bayreuther Festspiele geht.
So signalisiert das Statement pro Bayreuth des Staatsministers
Heubisch keineswegs jene nahezu bedingungslose Unterstützung, wie sie
einst Ludwig II. dem vergötterten Wagner gewährte. Nein, hinter
Heubischs Aussage, die "bedeutendsten Festspiele Deutschlands" zu
stärken, könnte durchaus der Wunsch des Freistaates stehen, in
Bayreuth stärker mitzumischen, als es derzeit der Fall ist.
Große Bedeutung kommt dabei dem "Ring" von Frank Castorf zu. Wird
die Inszenierung ein Erfolg, stärkt das die Position der beiden
Wagner-Schwestern in den Verhandlungen um die Festspielleitung, die
jetzt anstehen. Setzt der Regisseur das Projekt in den Sand, fehlt
ihnen, zumal im Jubiläumsjahr, ein zentrales Argument: dass trotz
aller Missstände in Bayreuth gutes Musiktheater gemacht wird.
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Datum: 25.07.2013 - 22:00 Uhr
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