Führungskräfte Coaching: Führen mit Herz und Verstand
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In einem Coaching für Führungskräfte erlernen Chefs, ein emotionales Führungsmanagement aufzubauen und mit Emotionen und Sachargumenten zu führen.
Mitarbeiter zu emotional Beteiligten entwickeln
Menschen engagieren sich mehr, wenn sie die Sinnhaftigkeit dessen, was sie tun, einsehen und wenn sie etwas mit Spaß und Freude ausführen können. Die Führungskunst besteht darin, die Mitarbeiter von lediglich Betroffenen zu emotional Beteiligten zu entwickeln.
Ob Teammeeting oder Mitarbeitergespräch – die Führungskraft stellt den Zusammenhang her zwischen Mitarbeiteraufgabe und Unternehmensvision, weiß sie doch, dass die Mitarbeiter motivierter zu Werke gehen, wenn sie wissen, dass ihre Tätigkeit durch einen übergeordneten Zweck einen tieferen Sinn erhält.
Rosarote Wahrnehmungsbrille absetzen
„Wenn wir alle die Ärmel hochkrempeln und jeder seine Aufgaben bestmöglich erfüllt, dann bauen wir strategische Wettbewerbsvorteile auf und stellen unsere Kunden zufrieden. Und unser Unternehmen steht in zwei Jahren glänzend dar, nämlich …“ Die Führungskraft sollte sich nicht scheuen, die Zukunft der Firma in leuchtenden Farben zu malen, in einer bildhaft-eingängigen Sprache zu visualisieren und im Kopf der Mitarbeiter einen emotionalen Kinofilm zu starten. Die entsprechende Kommunikationskompetenz erwirbt sie in jenem Führungskräfte Coaching.
Helmut Seßler schränkt jedoch ein: „ Dies darf kein Aufruf zur Wahrnehmung der Realität durch die rosarote Brille sein. Denn natürlich muss eine ausformulierte Vision vorliegen, das ist Voraussetzung. Und diese Vision muss durch die Realität abgedeckt sein. Denn ansonsten handelt es sich um eine Utopie, die die Mitarbeiter – und die Führungskraft – nur blendet und täuscht.“
Keine Angst vor großen Gefühlen
Emotionales Führungsmanagement: Dies widerspricht dem Selbstverständnis vieler Führungskräfte, denen es unangemessen erscheint, Gefühle gegenüber den Mitarbeitern zu zeigen oder bei ihnen Emotionen zu wecken. Gerade wenn dies der Fall ist, sollte die Führungskraft folgende Hinweise beherzigen:
•Tipp 1: Keine Zielvereinbarung ohne emotionale Verknüpfung. Die Führungskraft führt mit Zielen, Zahlen, Daten, Fakten – und mit Herz und Emotionen. Es geht nicht darum, eine Zielvereinbarung mit Gefühlen zu überzuckern. Jedoch: Sie berücksichtigt das emotionale Warum und erarbeitet mit dem Mitarbeiter die Konsequenzen einer Zielerreichung.
•Tipp 2: Seele statt Packeis. Die Führungskraft betrachtet den Mitarbeiter nicht als Rädchen im Getriebe, das zu funktionieren hat, sondern als eigenständiges Individuum. Sie begegnet ihm als Vorgesetzter – aber auf Augenhöhe, wenn es um die Festlegung von Zielen und Aktivitäten geht.
•Tipp 3: Ziel ist es, die Zustimmung des Mitarbeiters zu erhalten und eine persönliche Beziehung zu ihm aufzubauen: „Wie haben Sie sich beim letzten Kundengespräch gefühlt?“, „Wie ist das Kundengespräch abgelaufen?“ Und: „Wie haben Sie es geschafft, diesen schwierigen Kunden zu überzeugen?“
•Tipp 4: Der dominante Feuerkopf will anders geführt, motiviert und kritisiert werden als der scheu-schüchterne Beziehungsmanager oder der intellektuell angehauchte Sachtyp. Die Führungskraft führt also strikt mitarbeiterbezogen und stimmt die Emotionalisierung auf den jeweiligen Typus ab.
•Tipp 5: Dei Führungskraft nutzt die „Was wäre, wenn …“-Frage: „Was wäre, wenn Ihr größter (beruflicher) Wunsch in Erfüllung ginge? Beschreiben Sie das bitte einmal.“ Jetzt kann sie Themen zur Sprache bringen, von denen sie weiß, dass sie seitens des Mitarbeiters emotional besetzt sind und ihn begeistern.
Natürlich muss die Führungskraft immer wieder den Sprung zurück ins sachlichere Fahrwasser schaffen. Die Emotionalisierung dient der Verstärkung des Engagements und der Motivation des Mitarbeiters. Die so entfachte Begeisterung mündet jedoch immer in die Festlegung und Vereinbarung konkreter Aktivitäten ein.
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Datum: 26.07.2013 - 09:27 Uhr
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