Streit zwischen Walschützern und Kreuzfahrtunternehmen AIDA schwelt weiter
ID: 919904
Goliath. Das westfälische Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) hatten
am Dienstag publik gemacht, dass auf einem Kreuzfahrtschiff von AIDA
vor einem Landgang auf die Färöer-Inseln von dem bekannten und in
der Öffentlichkeit stehenden Reiselektor Jörg Trobitzsch (lt. AIDA
"Buchautor, Nordlandexperte, Fotograf und Abenteurer") empfohlen
würde, Walfleisch zu probieren.
Die Walschützer riefen zum Facebook-Protest auf und Hunderte
empörter Tierfreunde schrieben ihren Frust auf der AIDA-Seite des
sozialen Netzwerks. Als AIDA anfing, einen Großteil der Proteste zu
löschen, mit der Begründung, dass sie "überflüssig" seien, wurden die
Proteste lauter. Um die verbleibenden Protest-Beiträge in den
Hintergrund zu drängen, rief AIDA seine über 500.000 Facebook-Nutzer
auf, eigene Kreuzfahrtfotos einzureichen. Die knapp 3.500 "Liker" des
WDSF kamen dagegen nicht mehr an.
Als das WDSF gestern eine Pressemeldung ankündigte, kam AIDA
Cruises dem mit einer eigenen Pressemitteilung zuvor. Darin
propagiert der Kreuzfahrt-Riese seine "Artenschutzbemühungen als
Grundlage zum wirtschaftlichen Erfolg". Lediglich vom Konsum
"bedrohter Pflanzen- und Tierarten" bei Landgängen wird abgeraten.
Von den Gefahren des Verzehrs von kontaminiertem Walfleisch ist in
der Meldung keine Rede.
Die Walschützer hatten darauf hingewiesen, dass das Walfleisch
speziell auf den Färöer-Inseln stark mit Schwermetallen belastet sei
und sich auf der Inselgruppe teilweise undeklariert auf Fischbuffets
in Restaurants wiederfinden würde. AIDA würde mit der Empfehlung des
Walfleischverzehrs seine Gäste gefährden. Außerdem fordert das WDSF
das Kreuzfahrtunternehmen auf, nach dem erneuten blutigen
Abschlachten von 392 Grindwalen innerhalb der letzten 10 Tage, das
Ziel der Färöer-Inseln aus moralischen und ethischen Gründen ganz zu
streichen
Davon will AIDA offenbar nichts wissen. Der Pressechef Hansjörg
Kunze schrieb dem WDSF, dass die AIDA-Umweltdirektorin, Monika
Griefahn (Ex-Umweltministerin), sich derzeit in Urlaub befinde.
Kunze verweist lediglich auf den Nachhaltigkeitsbericht des
Unternehmens. Aber auch dort findet sich nichts zum Thema
Walfleischverzehr. Bezüglich der Färöer-Inseln würden den AIDA-Gästen
"Informationen zum Thema Artenschutz gegeben".
Der WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller will nach der
Urlaubsrückkehr von Frau Griefahn das persönliche Gespräch suchen, um
AIDA doch noch zum Einlenken zu bewegen. Bis dahin sollen die
Proteste auf der WDSF-Facebook-Seite fortgesetzt werden.
Hintergrund: http://ots.de/fkDnv
Pressekontakt:
Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)
Jürgen Ortmüller
Gesellschafter-Geschäftsführer u. Gründer WDSF
Möllerstr. 19
58119 Hagen
0049/(0)2334/9190-22 tel
0049/(0)2334/9190-19 fax
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E-mail: wds-forum@t-online.de
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Datum: 01.08.2013 - 14:21 Uhr
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