Neue OZ: Kommentar zu Museen / Kunst / Kunsthalle Osnabrück
ID: 922389
Kultur kostet Geld. Anspruchsvoll gemachte Kultur erst recht. Das
gilt auch für die Kunsthalle Osnabrück. Die neue Leiterin Julia
Draganovic startet mit hohem Qualitätsanspruch. Gleichzeitig bleibt
die Ausstattung ihres Hauses auf denkbar kleinem Niveau eingefroren.
Wenig Geld, kaum Personal, ein Haus ohne Klimatisierung: Die
Handicaps, die schon André Lindhorst die Arbeit erschwerten, werden
auch dessen Nachfolgerin Draganovic erhalten bleiben. Was bleibt, ist
die Hoffnung auf Sponsoren und Kooperationen. Aber wird das
ausreichen?
Dabei sorgt schon die Person der neuen Leiterin für einen Trend
zum Besseren. Julia Draganovic ist eine Kuratorin mit Kompetenz und
Ambition. Jetzt ist es an ihr, Osnabrück zu einem Ort auf der
Landkarte der Kunst zu machen. Spannende Ausstellungen würden mehr
Besucher als bisher interessieren, Unterstützer auf den Plan rufen
und die Kulturpolitiker dazu bewegen können, das Haus engagierter als
bisher zu unterstützen. Der große positive Impuls: Der ist nicht nur
Julia Draganovic zu wünschen, sondern vor allem der müden Osnabrücker
Kunstszene.
Stefan Lüddemann
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Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
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Datum: 06.08.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
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Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Kunst und Kultur
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