Neue OZ: Kommentar zu Verlage / Suhrkamp
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Die zutiefst zerstrittenen Suhrkamp-Gesellschafter, Verlagschefin
Ulla Unseld-Berkéwicz und Minderheitengesellschafter Hans Barlach,
haben sich in den vergangenen Jahren wahrlich nichts geschenkt. Auf
den letzten Metern bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens für
ihren Traditionsverlag wurde es noch einmal spannend: Noch vor zwei
Wochen schien Barlach bei dem juristischen Pingpong-Spiel zwischen
den Parteien plötzlich wieder an Punkten vorn zu liegen. Er hatte
eine einstweilige Verfügung gegen die Unseld-Familienstiftung
erwirkt, infolge dieser sie die Auszahlung ihrer Gewinnforderung
stunden musste. Sein Anliegen, damit das Insolvenzverfahren zu
verhindern, ist dennoch gescheitert. Nun ist wieder die
Familienstiftung am Zug. Sie ist dort, wo sie unter den gegebenen
widrigen Umständen sein wollte. Sie ist bereit, zum Befreiungsschlag
in diesem ruinösen Gesellschafterkonflikt auszuholen. Für die
Verlagsmitarbeiter und -autoren ist zu hoffen, dass der Insolvenzplan
aufgeht und der hausgemachte Krimi endlich ein Ende hat.
Elke Schröder
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Neue Osnabrücker Zeitung
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Datum: 07.08.2013 - 22:00 Uhr
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