Neue OZ: Kommentar zu Italien / Kultur
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So reich Italien an Kulturschätzen ist, so arm ist es seit Jahren
um die Kulturszene des Landes bestellt. Der langjährige
Ministerpräsident Silvio Berlusconi ging lieber auf
Bunga-Bunga-Partys, statt sich, wie er selbst sagte, in Opern, Museen
und Konzerten zu langweilen. Dem Kulturbereich verordnete er aber
auch deshalb einen radikalen Sparkurs, um kritische Zeitgenossen
kaltzustellen.
Unter dem neuen Ministerpräsidenten Enrico Letta soll nun
angeblich alles besser werden. Und Italiens Kulturschaffende wittern
endlich wieder Morgenluft.
Doch das Regierungsprogramm mit dem Namen Wert der Kultur (Valore
Cultura) hat einen gravierenden Fehler: Es ist nur ein Entwurf. Und
der könnte am Ende nicht mehr wert sein als das Papier, auf dem er
steht.
Waltraud Messmann
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Datum: 09.08.2013 - 22:00 Uhr
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